Zur Weide sinnvoll zufüttern

Weidegras hat bei guter Weideführung eine hohe Qualität, wird von den Rindern gerne gefressen und ist auch das preiswerteste Futtermittel. Für die Milchviehhaltung stellt sich die Frage einer sinnvollen Ergänzungsfütterung.
Entscheidend für die Ergänzungsfütterung ist die Weidestrategie eines Betriebes.
Entscheidend für die Ergänzungsfütterung ist die Weidestrategie eines Betriebes.
Futteruntersuchungsergebnisse aus Österreich zeigen, dass optimal genutztes Weidefutter im Energiegehalt im Bereich von Maissilage liegt und darüber hinaus auch die Eiweißversorgung aus dem Grundfutter verbessern kann. Die Weidestrategie bzw. der Weidefutteranteil an der Tagesration bestimmen die Ergänzungsfütterung ganz entscheidend. Wenn zur Weide Kraftfutter eingesetzt wird, dann muss dieses auf den Weidefutteranteil in der Ration abgestimmt werden. Je mehr Weide, desto weniger Kraftfutter darf ergänzt werden! Je höher der Weidegrasanteil in der Ration ist, desto wichtiger wird bei Einsatz von Kraftfutter, dass dieses vermehrt langsam abbaubare Komponenten (Körnermais, Kleien, Trockenschnitzel etc.) enthält. Aktuelle Ergebnisse aus Österreich zeigen, dass bei konsequenter Nutzung des Weidepotentials Grundfutterleistungen von etwa 20–25 kg Milch pro Tag aus der Weide erreichbar sind. Weitere Details zur Zufütterung bei Weidehaltung sowie Tipps zur Stundenweide lesen sie in der aktuellen Ausgabe.

Autor: Priv. Doz. Dr. Andreas Steinwidder, Bio-Institut LFZ Raumberg- Gumpenstein

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der Ausgabe 16 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:
• Beruf Klauenpflerger
Sandliegeboxen für Milchkühe
• Neuheiten & Highlights
• Fleckvieh Fleisch Zucht


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Aktualisiert am: 02.08.2011 13:19
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