Zukunftsstrategien in der steirischen Ferkelproduktion

Viruskrankheiten, wie PRRS, Circovirus oder Influenza stellen neue Anforderungen an Landwirte und Vermarkter. Sowohl Produktions- als auch Vermarktungsstrukturen in der Ferkelerzeugung sind zu überdenken. DI Hans Peter Bäck, stv. Geschäftsführer von Styriabrid, stellt den steirischen Weg der Ferkelproduktion vor.

Durch Wochenrhythmussysteme können die teuren Abferkelbuchten effizient im Rein-Raus-Verfahren genutzt werden.
Durch Wochenrhythmussysteme können die teuren Abferkelbuchten effizient im Rein-Raus-Verfahren genutzt werden.
Der professionelle Sauenhalter ist bestrebt, gesunde Ferkel in großen Partien bei effektiver Stallplatzbelegung und rationellem Arbeitseinsatz zu erzeugen.

Dazu gibt es einige erfolgsbestimmende Faktoren:

  • Gesundheit durch konsequentes Rein-Raus
  • Effektive Nutzung der teuren Abferkelplätze
  • Bündelung der Arbeiten zur Erhöhung der Arbeitswirtschaftlichkeit
  • große Ferkelpartien durch große Abferkelpartien
  • Je größer die Sauenherde, desto enger der Wochenrhythmus


Deshalb setzen sich immer mehr Herdenführungssysteme im Wochenrhythmus (Ein-, Zwei-, Drei-, Vier- oder Fünfwochenrhythmus) gegenüber kontinuierlichen Produktionssystemen durch, die jedoch höhere Anforderungen an das Management stellen.

Krankheitsbilder in der Ferkelproduktion können meist nicht einem Faktor zugeordnet werden, sondern haben multikausalen Ursprung. Deshalb bringt auch ein medikamentöser Therapieversuch oft nicht mehr den gewünschten Erfolg. Der Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch nicht in der Therapie von multikausalen Krankheitsbildern, sondern in deren Vermeidung. Räumliche Trennung der Produktionseinheiten und Direktbezüge stellen sinnvolle Ansatzpunkte für dieses Vorhaben dar.

Autor: Hans Peter Bäck, St. Veit


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Aktualisiert am: 18.02.2005 12:40
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