Zahl der Bauernhöfe in der Schweiz erstmals unter 60.000

Erstmals sind in der Schweiz vergangenes Jahr weniger als 60.000 landwirtschaftliche Betriebe gezählt worden. Auch die Anzahl der Bio-Bauernhöfe ging 2010 zurück. Vor allem bei den mittleren Höfen ergab sich ein Rückgang, während bei den Großbetrieben ein Plus verzeichnet wurde.
Die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz ging zurück und auch die Zahl der Biobetriebe wurde geringer.
Die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz ging zurück und auch die Zahl der Biobetriebe wurde geringer.
Dies geht aus der heute vom Bundesamt für Statistik in Bern veröffentlichten Landwirtschaftlichen Betriebsstrukturerhebung 2010 hervor. Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz 59.065 landwirtschaftliche Betriebe registriert, um 1,6% weniger als 2009. Die Anzahl der auf den Höfen Beschäftigten belief sich auf 167.462, was gegenüber dem Jahr davor einer Abnahme um 1,4% entspricht. Vor allem die Anzahl der mittleren Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) zwischen 3 und 20 ha hat seit 2009 abgenommen und erreichte 31.960 Einheiten im Jahr 2010 (-1.050). Im Gegenzug blieb die Zahl der kleinen Höfe mit einer LN unter 3 ha konstant bei 6.659. Eine leichte Zunahme von 72 Einheiten verzeichneten die großen Betriebe mit mehr als 20 ha, deren Zahl sich auf 20.446 belief. Dem entsprechend hat sich auch die durchschnittliche LN pro Betrieb um 0,2 auf 17,8 ha erhöht. Die Verteilung nach Zonen zeigt, dass 34.697 Betriebe im Talgebiet angesiedelt waren (58,7%) und die restlichen 24.368 Höfe im Berggebiet (Anteil 41,3%). Die Anzahl der Schweizer Bio-Betriebe belief sich im Berichtsjahr auf 5.659, das entspricht 9,6% aller landwirtschaftlichen Betriebe. Hier ergab sich ein Rückgang um 2,1%.

Tendenz zu größeren Tierbeständen

Die Tierproduktion ist ein wesentliches Standbein der Schweizer Landwirtschaft, dies betrifft insbesondere die Haltung von Rindern, Schweinen und Geflügel. Der Rindvieh- und Schweinebestand, der den mit Abstand größten Anteil der Nutztiere ausmacht, ist zwischen den Jahren 2000 und 2010 relativ konstant geblieben und betrug im vergangenen Jahr jeweils 1,6 Mio. Tiere. Der Geflügelbestand erreichte 2010 mehr als 9 Mio. Stück und hat während der letzten zehn Jahre kontinuierlich zugenommen (+29%). Der internationale Trend zu größeren Tierbeständen pro Betrieb macht sich auch in der Schweiz eindeutig bemerkbar. Beim Geflügel hat sich etwa die Zahl der Tiere pro Hof im Vergleich zu 2000 fast verdoppelt (von durchschnittlich 331 auf 647 Stück). In der Schweinehaltung ist diese Zahl von 98 auf 180 angewachsen, also um 84%.


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Aktualisiert am: 02.08.2011 16:40
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