Wer wirbt, der bleibt!

Marketingkommunikation gewinnt in der Direktvermarktung immer mehr an Bedeutung - Geiz ist geil – auch im Bauernladen.

Kostproben wirken besonders anziehend.
Kostproben wirken besonders anziehend.
Wer heute erfolgreich landwirtschaftliche Produkte im eigenen Bauernladen direkt vermarkten möchte, muss sich mit steigenden Anforderungen auf Kundenseite auseinandersetzen. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Kunden den Weg in den halbherzig eingerichteten und betriebenen Bauernladen fanden und vor allem „wieder“ fanden. Zahlreiche Studien unter Käufern in Bauernläden belegen: Die Anforderungen an Sortiment, Service und Warenpräsentation sind vergleichbar mit denen im professionellen Lebensmitteleinzelhandel. Hinzu kommt, dass der Kunde ein spezielles Einkaufserlebnis auf „seinem Bauernhof“ erwartet. Dazu gehört vor allem der intensive Dialog mit dem Landwirt, der weit über die Anforderungen beim normalen Einkauf hinausgeht. Erfolgreiche Direktvermarkter haben diesen Trend erkannt und setzen vor allem auf Alleinstellungsmerkmale. Denn nicht nur der nächstgelegene Lebensmitteldiscounter gehört zu den Konkurrenten, fast alle Direktvermarkter machen sich mittlerweile auch untereinander Konkurrenz. Hinzu kommt, dass auch der moderne Verbraucher zudem auf Preiswürdigkeit – zumindest in Teilbereichen – achtet. Wird dies erfüllt, lohnt er es mit Einkaufsfreude und auch der Bereitschaft, das Einkaufserlebnis zu honorieren. Vor dem Hintergrund der geschilderten Rahmenbedingungen in der Direktvermarktung wird deutlich, dass die meisten Betriebe heute einer professionellen Marketingkommunikation einen hohen Stellenwert einräumen. Zu dieser Marketingkommunikation gehören vor allem Maßnahmen der Werbung, der Verkaufsförderung und nicht zuletzt der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit.

Autor: Peter BERNDGEN, Nörvenich (D)


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Aktualisiert am: 11.07.2005 18:13
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