Weidemann Teleskoplader T4512 CC40 mit VLS bei der Probefahrt

Weidemann hat seine kompakte Teleskopladerreihe T4512 mit einer neuen Modellvariante ergänzt. Der neue T4512 CC40 ist stärker und kann zudem mit einem prämierten Fahrerassistenzsystem ausgestattet werden.
Der Mini-Teleskoplader von Weidemann bietet eine Stapelfunktion.
Der Mini-Teleskoplader von Weidemann bietet eine Stapelfunktion.
Anfang 2010 wurden die ersten Mini-Teleskoplader T4512 CC35 von Weidemann an Kunden ausgeliefert. Auch wir konnten damals erste Erfahrungen mit diesem kompakten Teleskoplader – Weidemann spricht vom kleinsten Telelader der Welt – sammeln. Er hebt bedeutend höher als ein Hoflader und ist wesentlich kompakter und wendiger als ein Traktor mit Frontlader. Das haben mittlerweile auch andere Hersteller erkannt und ihr Programm um einen Mini-Teleskoplader erweitert. Weidemann zeigte auf der letzten Agritechnica in Hannover mit dem neuen Modell CC40 bereits den zweiten Schritt des T4512. Die Maschine wurde in wenigen Punkten überarbeitet, hat einen stärkeren Motor erhalten und ermöglicht mit dem revolutionären „Vertical Lift System“ – kurz VLS – ein sicheres, schnelleres und komfortableres Arbeiten.

VLS – was steckt dahinter?
Die Experten der Agritechnica-Neuheitenkommission zeichneten dieses völlig neue Fahrerassistenzsystem vergangenen Herbst mit einer Silbermedaille aus. Diese Auszeichnung besagt, dass die Entwicklung eine wesentliche Verbesserung der Funktion bzw. eine Erleichterung für den Anwender darstellt. Das können wir nach unseren ersten Fahreindrücken bestätigen. Das VLS könnte man als die „Stapelfunktion“ eines Teleskopladers bezeichnen. Beim Laden mit einem konventionellen Teleskoplader muss neben dem Hubzylinder auch der Teleskopzylinder (Ausschieben und Einziehen des Teleskopladers) vom Fahrer manuell betätigt werden. Senkt man z.B. mit ausgefahrenem Teleskoparm eine schwere Last ab, kommt es auf Grund der kreisförmigen Bewegung zur Verlagerung der Last und es besteht die Gefahr, dass der Lader nach vorne kippt. Um dies zu vermeiden, muss der Fahrer während des Absenkvorganges den Teleskoparm einfahren. Mit VLS geht es wesentlich einfacher und rascher. In Abhängigkeit der Hubzylinderbetätigung wird der Teleskopzylinder automatisiert nachgeführt. Dadurch kommt es zu einer fast vertikalen Senkbewegung des Teleskoparmes. Das führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Standsicherheit der Maschine. Dieser Umstand ermöglicht vor allem mit schweren Lasten eine deutliche Effizienzsteigerung beim Laden bzw. Stapeln. Bei geringeren Lasten, wo die Überlastsicherung ohnehin nicht anspricht – z.B. beim Laden von Hackschnitzeln –, lassen sich mit dem so genannten „Schaufelmodus“ die Arbeitsabläufe beschleunigen. Dabei wird der Teleskoparm zuerst ein kleines Stück ausgefahren. Erst dann tritt VLS in Aktion. Das hat den Vorteil, dass beim Senken der Teleskoparm nicht ganz eingefahren wird.
Das VLS ist sowohl für geübte als auch ungeübte Fahrer von großem Vorteil. Es ist eine rein mechanische bzw. elektor-hydraulische Lösung – ohne Elektronik.

Was sonst noch alles Neu ist bei dieser neuen Modellvariante vom Weidemann T4512 erfahren Sie in unserem ausführlichen Fahrbericht in der Ausgabe 03/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 23.01.2012 22:22
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