Was macht der Preis für Soja und Sojaschrot?

Im Zuge eines Pressegesprächs auf der EuroTier in Hannover informierte Stefan Vogel von Alfred C. Toepfer International GmbH über die Preisentwicklung am Sojamarkt. Hier eine Zusammenfassung seiner Infos.
Im Rahmen eines Pressegesprächs auf dem Messestand von PROTEINMARKT.DE wurde die Situation am Sojamarkt näher betrachtet.
Im Rahmen eines Pressegesprächs auf dem Messestand von PROTEINMARKT.DE wurde die Situation am Sojamarkt näher betrachtet.
Die südamerikanische Sojabohnenernte im Februar bis Mai 2012 fiel bereits 15 % oder 21 Mio. t. unter den Vorjahreswert und hat die Verfügbarkeit deutlich reduziert, was wiederum gute Ernte auf der Nordhalbkugel im weiteren Jahresverlauf 2012 nötig machte. Leider kam es jedoch anders, denn die Dürre in den USA hat die Versorgung mit Sojabohnen weiter verknappt. Die Ernte fiel 7 % oder 6 Mio. t. hinter das Vorjahr zurück.

Versorgung bis Frühjahr 2013 knapp
Nach einem rasanten Anstieg der Sojapreise bis September 2012, gab es seither einen leichten Rückgang der hohen Preise, da die US-Erträge leicht besser ausfielen als ursprünglich angenommen worden war. Dennoch bleibt die Versorgung mit Sojabohnen bis zur südamerikanischen Ernte 2013 knapp versorgt.

Bleiben die Preise hoch?
Die Preise für Sojaschrot sind in diesem Jahr drastisch gestiegen. Im August und September lagen diese rund 75 % über dem Wert vom Januar und notierten auch im Oktober immer noch etwa 60 % höher als am Jahresanfang. Trotz der erwarteten Rekordernte in Südamerika in 2013 wird nur mit einer geringen Entspannung des Marktes gerechnet. In Asien wird mit einem weiteren Anstieg des Verbrauchs gerechnet. Auch die Terminkontrakte für Sojaschrot machen die Knappheit deutlich. Der Chicago Board of Trade Kontrakt für den nächsten Termin (Dez. 2012) notiert derzeit bei knapp 400 Euro/t. Der Kontrakt für Mais 2013, also nach der Südamerikaernte, notiert immer noch bei 380 Euro. Erst der Dezemberkontrakt 2013 notiert mit 335 Euro/t. derzeit deutlich niedriger.

Die konkrete Preisgestaltung in den nächsten Monaten wird sehr stark vom Wetterverlauf in Südamerika und der Höhe der Importe asiatischer Staaten (v.a. China) abhängen.

Aktualisiert am: 16.11.2012 09:39
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