Stallprofis: hochqualifizierte Vertretung für Landwirte

Wenn auf einem Bauernhof mit Tierhaltung der Betriebsführer durch Krankheit oder Urlaub ausfällt, braucht es eine qualifizierte Vertretung: einen Stallprofi Milch/Rind. Stallprofis gibt es bereits in Kärnten und Oberösterreich.
Für die Vertretung der Landwirte in Notfällen braucht es hochqualifizierte Profis.
Für die Vertretung der Landwirte in Notfällen braucht es hochqualifizierte Profis.
In Oberösterreich startete das Projekt Stallprofi bereits im Herbst 2011. Seit Frühjahr 2015 gibt es auch Stallprofis in Kärnten, die den LFI-Zertifikatslehrgang abgeschlossen haben. Sie können im Rahmen der Bäuerlichen Betriebshilfe u.a. bei Notfällen eingesetzt werden. „Durch ihre Ausbildung wird den Bauern gezielt und umfassend sofort professionelle Arbeit gewährleistet. Die Lehrgangsteilnehmer werden vor allem auch auf schwierige Situationen trainiert“, erläutert Oberösterreichs Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Franz Reisecker.

Inhalte des Lehrganges

Obwohl beim Stallprofi-Kurs die fachliche Ausbildung im Vordergrund steht und interessierte Bäuerinnen und Bauern bei Themen wie Fütterung, Melktechnik und Melkmanagement, Klauenpflege, Kälbergesundheit und Kuhkomfort auf den neuesten Stand gebracht werden, kommt auch die Persönlichkeitsbildung nicht zu kurz. Ebenso werden steuerliche, rechtliche und versicherungstechnische Aspekte berücksichtigt.

Zusammenarbeit mit dem Maschinenring

Vermittelt werden die geschulten Stallprofis über den Maschinenring (MR), dieser übernimmt auch die Abrechnung. Die Kosten tragen im Fall einer Entlastungshilfe in Oberösterreich zu 45 % das Land OÖ und zu 55 % der Betrieb selbst. Im Krankheitsfall hat der Betrieb einen Selbstbehalt von mindestens 20% zu leisten. Einen Zuschuss gibt es von der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) und vom MR für Mitgliedsbetriebe. In Kärnten wird im Voraus ein Stundenkontingent im Ausmaß von mindestens 20 Arbeitsstunden gezeichnet, das im Laufe eines Jahres aufzubrauchen ist. So lassen sich auch für Landwirte Betriebsführung und Urlaub vereinbaren. Die Kosten, die bei 14 € pro Einsatzstunde liegen, wurden 2015 mit 4 €/h vom Maschinenring Kärnten bezuschusst. Diese Regelung soll auch für 2016 fortgeführt werden.

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Aktualisiert am: 25.01.2016 06:35
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