Stärkt das Milchpaket die Milchbauern?

Das von der bäuerlichen Interessensvertretung geschnürte Milchpaket soll die Quotenpreise reduzieren und so die heimischen Milcherzeuger stärken. Was sagen die Praktiker dazu?



Die neuen Regeln sollen mit 1. April 2006 in Kraft treten.
Die neuen Regeln sollen mit 1. April 2006 in Kraft treten.
Bauern haben sich Kontingente über Jahre hinweg hart erarbeitet. Wenn der Preis der Richtmengen sinkt, mag das den expandierenden Betrieben recht sein. Die Verkäufer (meist eher die Kleinen) zählen aber zu den Verlierern, obwohl sie damals ihre Kontingente unter gleichen Anstrengungen aufgebaut haben.

Es erscheint als ein massiver Eingriff in die unternehmerische Selbstbestimmung, wenn nur mehr 50 Prozent der Quote maximal zwei Jahre lang verleast werden dürfen. Ein Teil der mit der Entkoppelung angestrebten Rückgabe von unternehmerischer Freiheit an die Bauern geht damit schon wieder verloren.

Wer definiert die genauen Ausnahmebestimmungen im Bereich „Verfall nicht ausgenutzter Mengen“? Es muss möglich sein, ein Kontingent für einen zukünftigen Hofübernehmer einige Jahre hinüber zu retten, wenn beispielsweise der Altbauer momentan nicht mehr in der Lage ist, die Quote selbst zu bedienen. Verleasen über einige Jahre sollte in diesem Fall nicht Quotenverlust bedeuten.

Autor: Ing. Konrad LIEBCHEN, Zeutschach


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Aktualisiert am: 04.07.2005 19:39
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