Soja nach Mais säen

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Die ersten Landwirte haben bereits mit der Maissaat begonnen. Wenn die Temperatur nicht drastisch abfällt, gehört auch die Soja schnellstmöglich in die Erde.
Dichte Sojabeständen setzen die erste Hülse höher an als im Normalfall. Also kann der Landwirt über eine höhere Saatstärke die Verluste bei der Ernte minimieren. Foto: Agrarfoto
Dichte Sojabeständen setzen die erste Hülse höher an als im Normalfall. Also kann der Landwirt über eine höhere Saatstärke die Verluste bei der Ernte minimieren. Foto: Agrarfoto
Der richtige Saatzeitpunkt ist erreicht, wenn der Boden in 5 cm Tiefe eine Temperatur von 10 °C aufweist. Bei dieser Temperatur beginnt mit der Keimung. Auch wenn die Sojapflanze selbst Spätfröste von bis zu -3 °C ohne Problem verträgt, sollte die Bodentemperatur nach der Keimung nicht unter die 10 °C-Grenze fallen. Das verzögert die Keimung, und da das Korn einen hohen Öl- und Eiweißgehalt aufweist, stellt es ein gefundenes Fressen für Pilze und Mikroorganismen dar. Diese können den Keimling bei langsamer Entwicklung irreparabel schädigen. Deshalb sollte die SojaSoja nach dem Anbau so schnell wie möglich keimen und sich schnell entwickeln.

Vorteile der frühen Saat?
Je früher Sie säen, desto besser nutzt die Soja die Winterfeuchte und die längere Vegetation aus. Dadurch können Sie auch spätreifere Sorten mit einem höheren Ertragspotenzial säen. Ein weiterer Punkt der für einen frühe Saat spricht, ist die frühere Blüte. In dieser Phase benötigt Soja sehr viel Wasser. Die Blüte während einer sommerlichen Trockenperiode reduziert die Erträge drastisch.

Späte dünn, frühe dicht säen
Bei der Saatstärke sollten Sie sich nach der angestrebten Pflanzenzahl/ha und der Keimfähigkeit des Saatguts richten. Auf Letzteres sollten Sie besonders achten. Denn weist bei Soja – anders als Getreide – zertifiziertes Originalsaatgut oft keine Keimfähigkeit von 95 % auf. Informationen darüber lesen Sie am Saatgutanhänger!
Wenn der Boden in 5 cm Tiefe 10 °C erreicht hat, sind die Bedingungen für die Sojasaat perfekt. Foto: Agrarfoto
Wenn der Boden in 5 cm Tiefe 10 °C erreicht hat, sind die Bedingungen für die Sojasaat perfekt. Foto: Agrarfoto
Bei der Pflanzenanzahl sollte Sie zwischen 40 und 70 Pflanzen/m2 anstreben. Ist eine intensive mechanische Unkrautbekämpfung geplant, sollte Sie zusätzlich die Saatstäke um ca. 10 % erhöhen um die Ausfälle auszugleichen. Wird beregnet, könen Sie die Saatstärke um 10 % reduzieren. Je spätreifer die Sorte, desto mehr Verzweigungen bilden die Pflanzen aus. Sie können Sie demnach dünner aussähen. Je nach Reifegruppe, sollen Sie auch die Sätechnik auswählen. In Versuchen der Fachschule Hollabrunn brachte die Einzelkornsaat bei den spätreifen 00-Sorten höhere Erträge als die Drillsaat. Bei den frühreifen 000-Sorten ist es hingegen anders herum. Hier ist die Drillsämaschine die richtige Wahl.

Saatgut mit ausreichend Erde bedecken
Das Saatgut sollte gleichmäßig in einer Tiefe von 3–4 cm im Boden auf die wasserführende Bodenschicht abgelegt werden. Letzteres ist für Soja – als großkörnige Leguminose – besonders wichtig, da er eine Menge Wasser für die Keimung benötigt. Daher sollte Sie die Saatbettbereitung – egal ob in Kombinationmit der Saat oder extra – nur in Saattiefe durchführen. Das Korn sollte nach der Saat immer mit ausreichend Erde bedeckt sein. Das ist besonders beim Einsatz von Vorauflaufherbiziden wichtig. Der Keimling darf nicht vom Spritznebel erfasst werden. Daher sollten Sie vor der Saat den Saatstriegel (oder andere Nachlaufgeräte) auf die richtige Funktion hin kontrollieren. Wird nach der Saat gestriegelt, sollten Sie das Saatgut nicht zu seicht ablegen. Auch nach dem Anbau sollte der Boden eben bleiben (Dammbildung vermeiden), um die Ernteverluste so gering wie möglich zu halten.

Aktualisiert am: 05.04.2017 10:39