Siliermittel für Grassilage

Silierzusätze können bei gezielter Anwendung die Gärqualität und die Lagereigenschaften einer Silage verbessern. Optimale Verteilung und Dosierung sichern die Wirkung.
Die sorgfältige Verteilung und die Einhaltung der empfohlenen Dosierung ist für eine erfolgreiche Anwendung eines Silierhilfsmittels das Non-Plus-Ultra.
Die sorgfältige Verteilung und die Einhaltung der empfohlenen Dosierung ist für eine erfolgreiche Anwendung eines Silierhilfsmittels das Non-Plus-Ultra.
Die erfolgreiche Konservierung von wirtschaftseigenem Wiesenfutter und damit die Erzeugung hochwertiger Grassilagequalitäten hängen stark von der Siliereignung des Pflanzenbestandes ab. Gute Wetterbedingungen und die Einhaltung der Silierregeln (Erntezeitpunkt, Anwelkung, Verschmutzungsfreiheit, Schlagkraft der Silierkette, Verdichtung, luftdichter Abschluss) sind essentiell notwendig. Silierhilfsmittel wirken meist in eine spezielle Richtung, deshalb sollten die angeführten Bedingungen unbedingt bei der Produktwahl berücksichtigt werden. Biobetriebe müssen darüber hinaus Acht geben, dass das Siliermittel für Bio zugelassen ist. Silagen, welche mit bestimmten chemischen Zusätzen konserviert wurden, dürfen erst nach der Einhaltung einer Wartezeit von 4 bis 8 Wochen verfüttert werden (Produktinformationen beachten!). Siliermittel werden in die Wirkungsgruppen Bakterien-Impfkulturen, organische Säuren, chemische Salzverbindungen, und Sonstige eingeteilt.

Verteilung und Dosierung beachten
Die sorgfältige Verteilung und die Einhaltung der empfohlenen Dosierung ist für eine erfolgreiche Anwendung eines Silierhilfsmittels das Non-Plus-Ultra. Die Verwendung von Dosierautomaten, welche den Zusatz mengenmäßig optimal im Futter verteilen, ist unbedingt empfehlenswert. Die Siliermittelwirkung kann so gegenüber der händischen Applikation deutlich verbessert werden (siehe Abbildung). Dosierautomaten für Feldhäcksler und Ballenpressen funktionieren in der Praxis zufriedenstellend. Bei Ladewägen ist noch Entwicklungsarbeit für eine optimale Siliermittelverteilung von Nöten. In Österreich werden anhand von Praxiserhebungen rund 40 % der Siliermittel händisch verteilt und dosiert - Schade ums Geld, wenn man bedenkt dass in den meisten Fällen keine Wirkung erzielt wird. Flüssige Produkte lassen sich grundsätzlich besser im Siliergut verteilt als Granulate oder Pulver.

Autor: Ing. Reinhard Resch, LFZ Raumberg-Gumpenstein

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 9 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:


Aktualisiert am: 19.04.2012 14:32
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