Schwerpunkt Technik

Treibstoffsparende und umweltbewusste Fahrweise
Ballenpressen klettern immer höher
Maisballen im „all in one“-Verfahren
Knüsel bringt den 80-PS-Rigitrac

Treibstoffsparende und umweltbewusste Fahrweise

Durch eine überlegte Fahrweise lässt sich Treibstoff sparen, was der Betriebskasse und auch der Umwelt zugute kommt.

In Zeiten stetig steigender Treibstoffkosten und wachsenden Kostendrucks rückt der Treibstoffverbrauch von Landmaschinen vermehrt in den Mittelpunkt.
In Zeiten stetig steigender Treibstoffkosten und wachsenden Kostendrucks rückt der Treibstoffverbrauch von Landmaschinen vermehrt in den Mittelpunkt.
Durch eine überlegte Fahrweise lassen sich auch die Emissionen verringern. Da der Wirkungsgrad der modernen Traktormotoren bei tieferen Drehzahlen besser ist, wird der Motor am besten bei einer Drehzahl von 70 % der Nenndrehzahl, dies entspricht etwa einer Motorendrehzahl zwischen 1500 U/min und 1800 U/min, und etwa 70 % der Nennleistung betrieben. Man spart nicht nur Treibstoff, sondern auch die Abgase sind in diesem Bereich am geringsten. Somit profitiert nicht nur die Geldbörse, sondern auch die Umwelt von einer angepassten Fahrweise.

Autor: Marco LANDIS, agroscope FAT Tänikon













Ballenpressen klettern immer höher

Rundballenpressen klettern immer höher. Die neueste Entwicklung ist die geländegängige Selbstfahrpresse von Urs Lisibach in Emmenbrücke bei Luzern (CH).

Prototyp im Testeinsatz: Urs Lisibach, Emmenbrücke LU, am Steuer seines Prototyps einer Selbstfahr-Ballenpresse mit vollhydraulischem Antrieb.
Prototyp im Testeinsatz: Urs Lisibach, Emmenbrücke LU, am Steuer seines Prototyps einer Selbstfahr-Ballenpresse mit vollhydraulischem Antrieb.
Der Selbstfahr-Prototyp hat keine durchgehende Achse. Alle Räder sind einzeln hydraulisch angetrieben. Die Antriebseinheiten sind in die Naben eingebaut. Auf diese Weise war es möglich, Motor und Kabine zwischen die Vorderräder abzusenken, die Bauhöhe zu vermindern und die Hangtauglichkeit zu verbessern. Auch die Presse ruht zwischen den Hinterrädern. Dazu musste Urs Lisibach neue Streben anbringen und zum Teil die Karosseriebleche etwas ausschneiden. Er wählte eine Bereifung, die möglichst groß ist, ohne dass (mit Doppelrädern) die kritische Maschinenbreite von 3 m überschritten wird. Das Fahrzeug mit voll hydrostatischem Antrieb fährt stufenlos mit drei Fahrstufen von 0 bis 13, 0 bis 24 und bis 40 km/h. In jedem Bereich ist die volle Leistung umsetzbar, sodass das Fahrzeug eine 100%ige Steigung überwinden kann, sofern dies von der Radhaftung her überhaupt möglich ist.

Eine neue stabile Deichsel und zahlreiche Hydraulikschläuche bilden die Verbindung zwischen Kabine und Presse. Die beiden größten Schläuche verbinden den Hydrostaten, der über die Kabine hinaus nach hinten vorsteht, mit den beiden Verteilern für die Versorgung der Vorder- und Hinterradantriebe. Je zwei weitere Leitungen sind für die Kühlung der Radantriebe nötig. Die Kühlung kompliziert zwar die Konstruktion, ist aber wichtig, weil dadurch der Verschleiß stark vermindert und die Langlebigkeit der Hydraulikkomponenten glatt verdoppelt werden kann.

Autor: Max WELTER, Bern (CH)




Maisballen im „all in one“-Verfahren

Diese Kurzguthäckselpresse ist eine Maschine, die häckselt, das Produkt (Mais, Gras etc.) in Quadratballen presst und gleichzeitig in Plastikfolie wickelt.

Maisballensilage in einem Arbeitsgang: Diese Maschine häckselt, presst, wickelt und legt die fertigen Ballen auf Wunsch auch gesammelt in Paketen auf dem Feld ab.
Maisballensilage in einem Arbeitsgang: Diese Maschine häckselt, presst, wickelt und legt die fertigen Ballen auf Wunsch auch gesammelt in Paketen auf dem Feld ab.
Mit dieser „Kurzguthäckslerpresse“ kann man bis 500 kg frisches Produkt in einem Ballen mit den Maximalmaßen 80 x 80 x 120 cm pressen. Das eröffnet Milchviehbetrieben auch im Sommer die Möglichkeit, etwas Maissilage vorzulegen, ohne eine ganze Silobreite öffnen zu müssen.

Zwischen der ersten Idee und dem Prototyp gab es 6 Monate Entwicklungszeit. Während der vergangenen Maisernte wurden erste Tests durchgeführt, bis zu 40 Tonnen Mais pro Stunde konnten verarbeitet werden.

Vredo hat bei dieser Maschine auch die Möglichkeit vorgesehen, die Ballen gleich auf eine Palette zu stapeln und auf dem Feld abzulegen. Auf diese Weise bleibt die Folie besser geschützt und die Ballen können leichter gestapelt werden. Das System von Pressen und Wickeln bietet noch andere Einsatzmöglichkeiten: Grass, Holzschnitzel, Kompost, CCM, MKS, etc. was mit den meisten Rundballenpressen nicht gelang. Weil beim Pressen kein Bindefaden verwendet wird, lassen sich hinterher die Ballen leichter verteilen.

Autor: Peter MENTEN, Londerzell (BE)



Knüsel bringt den 80-PS-Rigitrac

Bis jetzt gab es den Rigitrac mit 100- und 120-PS-Motor. Jetzt lanciert Sepp Knüsel den Rigitrac SKH 80 mit 80 PS.

Kompakt mit 80 PS und 4-Radlenkung: Der Rigitrac SKH 80 hat einen Wendekreis von nur 1,75 Meter.
Kompakt mit 80 PS und 4-Radlenkung: Der Rigitrac SKH 80 hat einen Wendekreis von nur 1,75 Meter.
Ein weiterer Pluspunkt für Arbeiten in steilen Hängen ist der enorm geringe Wendekreis. Mit eingeschalteter 4-Rad-Lenkung schafft der „kleine“ Rigitrac laut Datenblatt enorm wendige 1750 mm. Zum Vergleich: Die beiden Typen SKH 100 und 120 kommen mit der 4-Rad-Lenkung auf 3900 mm. Auf Wunsch bietet Knüsel nun ein Sichtfenster im Kabinendach an. Dies sorgt für eine gute Sicht für Bauern, die ihre Güter zu Hause mit einem Frontlader umschichten. Serie ist hingegen die Federspeicherbremse. Läuft der Motor nicht, werden die vier Räder automatisch blockiert. Der Traktor kann nicht wegrollen, auch wenn der Fahrer vergessen sollte, die Bremse anzuziehen. Als Getriebe kommt auch beim 80-PS-Rigitrac das bisherige Hydrostat-Getriebe mit zwei Fahrstrategien zum Einsatz. Geschaltet wird also stufenlos. Nicht fehlen darf das Fronthubwerk und die Frontzapfwelle.

Autor: Heinz RÖTHLISBERGER, Bern


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Aktualisiert am: 12.01.2006 16:03
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