Schwerpunkt Technik

TerraCult Testbericht: Strohmassen flüchten sicher in den Boden
McCormick C-Max-Serie, Fahrbericht: Wirtschaftlich und funktional
Partikelfilter für Traktoren
Strohmassen flüchten sicher in den Boden

Der TerraCult von Vogel & Noot hinterlässt - mit verschiedenen Scharformen - auf nahezu allen Böden in Arbeitstiefen von fünf bis 20 cm ein exzellentes Arbeitsbild. Auch große Strohmengen sind für den TerraCult kein Problem.

Mit dem TerraCult lässt sich der Boden sowohl ganzflächig durchschneiden als auch in der Tiefe bearbeiten.
Mit dem TerraCult lässt sich der Boden sowohl ganzflächig durchschneiden als auch in der Tiefe bearbeiten.
Der 4-balkige TerraCult von Vogel & Noot lässt sich mit verschiedenen Scharformen und Walzen kombinieren. Das verleiht ihm eine große Flexibilität. Er kann sowohl zum ganzflächigen Durchschneiden, als auch für intensivere, tiefere Bodenbearbeitung eingesetzt werden. Dazu sollte aber für alle Scharvarianten ein Schnellwechselsystem zur Verfügung stehen. Der enge Strichabstand von 22 cm reißt den Boden fein auf und mischt auch große Mengen an Ernterückständen gut ein. Ein großer Zinkendurchgang vermeidet Verstopfungen wirkungsvoll. Die Sprialfederzinken lassen sich auch auf steinigen Böden einsetzen, sind stabil und haben keinen Wartungsaufwand. Das hohe Eigengewicht und die lange Bauweise stellen erhöhte Ansprüche an den Traktor. Die Einstellung des Grubbers ist, mit Ausnahme der Messer bei der Terrapak-Walze, einfach durchzuführen. Unsere Testmaschine war für den Straßentransport vorbildlich ausgerüstet.

Der TerraCult ist auch klappbar in den Arbeitsbreiten 4, 5 und 6 Meter verfügbar. Als Ergänzung hat Vogel & Noot auf der SIMA in Paris auch das Aufsattel-Fahrwerk TerraLift vorgestellt.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau



Wirtschaftlich und funktional

Mit der neuen C-Max-Serie möchte McCormick Kunden ansprechen, die ohne Hightech auskommen, aber trotzdem auf hohe Funktionalität Wert legen. Wir sind eine der ersten Serienmaschine gefahren.

Hinten angeschlagene Türen sorgen für gute Rundumsicht und einen breiten Aufstieg.
Hinten angeschlagene Türen sorgen für gute Rundumsicht und einen breiten Aufstieg.
McCormick ist in allen PS-Klassen aktiv. Nahezu alle Baureihen wurden in den letzten Jahren erneuert oder zumindest weiterentwickelt. Im PS-Segment zwischen 60 und 100 PS bietet McCormick gleich mehrere Baureihen parallel an. Das hat den Vorteil, dass man als Kunde seinen Bedürfnisse und Anforderungen entsprechend den passenden Typ auswählen kann. Knapp zwölf Monate ist es her, als wir Ihnen die CX-L-Serie von McCormick vorgestellt haben. Sie zeichnet sich durch ein besonders niedriges Leistungsgewicht und eine niedrige Bauhöhe aus. Die etwas ältere CX-Baureihe ist die schwerste Variante mit dem höchsten Ausstattungskomfort für den gehobenen Einsatz. Der neue C-Max passt nicht nur gewichtmäßig genau zwischen diese beiden Baureihen, sondern auch in der Funktionalität und im Preis.

Einfach aber funktionell

Die C-Max-Serie von McCormick ist eine mechanische Traktorbaureihe ohne Schnickschnack. Ein moderner 4-Zylinder-Motor, ein mechanisches 24V/12R-Getriebe und eine leistungsstarke Hydraulikanlage stellen die Grundkomponenten dieser Serie dar. Eine moderne übersichtliche Kabine ohne B-Säule verleiht dem Traktor ein zeitgemäßes Outfit.

Der C-Max ist besonders für Landwirte geeignet, die mit Elektronik wenig am Hut haben. Weiters könnte er eine interessante Alternative zu einem teuren Gebrauchten sein. Dabei hat der Landwirt den Vorteil, dass er einen Traktor mit modernen Komponenten und einem umweltfreundlichen Motor erwirbt. Obendrein kommt man noch in den Genuss der vollen Werksgarantie.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau



Partikelfilter für Traktoren

Rußpartikel aus Dieselmotoren sind gesundheits- und umweltschädigend, und auch die Feinstaubproblematik macht vor Traktormotoren nicht Halt. Eine zunehmend gesundheitsbewusste Bevölkerung erwartet auch von der Landtechnik einen Beitrag zur Senkung der schädlichen Emissionen.

Je kleiner die Abgaspartikel sind, umso leichter gelangen sie über Blut und Lymphe in den gesamten Organismus. Es wird vermutet, dass Krebs-, Herz-Kreislauf- und möglicherweise gar Nervenerkrankungen durch solche Einwirkungen begünstigt werden können.
Je kleiner die Abgaspartikel sind, umso leichter gelangen sie über Blut und Lymphe in den gesamten Organismus. Es wird vermutet, dass Krebs-, Herz-Kreislauf- und möglicherweise gar Nervenerkrankungen durch solche Einwirkungen begünstigt werden können.
Der Emissionsanteil aus der Landwirtschaft ist nicht zu unterschätzen. Allerdings ist die jährliche Auslastung der Traktoren gut zehnmal geringer als die geschätzte Lkw-Auslastung. Aber infolge der Altersstruktur – die Hälfte der registrierten Traktoren ist älter als zwanzig Jahre – sind die Emissionsfaktoren bedeutend schlechter als bei den übrigen Motorfahrzeugen; jedermann kennt die schwarze Rauchfahne aus dem Traktorauspuff beim Beschleunigen! Eine deutsche Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) Berlin sowie eine vergleichbare Studie des BUWAL in der Schweiz bestätigen denn auch, dass von den gesamten Fahrzeug-Partikelemissionen im Jahr 2004 rund die Hälfte vom Off-Road Verkehr stammt, davon wiederum mehr als die Hälfte aus der Landwirtschaft, der Rest im Wesentlichen aus der Bauwirtschaft. Rund 35 % aller Fahrzeug-Partikelemissionen kommen also von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, und das bei einem Dieselverbrauchsanteil von lediglich etwa zehn Prozent!

Autor: DI Ulrich WOLFENSBERGER, Agroscope FAT Tänikon


Aktualisiert am: 31.05.2005 14:31
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