Schwerpunkt Technik

Mörtl: Solider Mäher auf leichten Füßen



Maschinen und Geräte für die Grünfutterernte – Markt, Technik, Unternehmen

Den Mais richtig betten
Solider Mäher auf leichten Füßen



Der von uns getestete Mörtl Heck-Scheibenmäher erwies sich als leichtzügig, solide, wartungsfreundlich und ist auf Grund seines geringen Gewichtes ideal für den Einsatz am Hang. Bei den unterschiedlichen Testbedingungen kamen auch kleine Mängel zum Vorschein.



In Transportstellung ragt das Mähwerk etwa 70 cm seitlich hinaus.
In Transportstellung ragt das Mähwerk etwa 70 cm seitlich hinaus.
Die HT-Baureihe (Heck-Tellermäher) von Mörtl gibt es mit vier bis acht Mähscheiben in den Arbeitsbreiten 170 cm, 210 cm, 250 cm, 290 cm und 330 cm. Die beiden Modelle HT 210 und 253 lassen sich auch mit einem Walzenaufbereiter ausrüsten. Unser Testkandidat, Mörtl HT 253, kann auch mit einem universell einsetzbaren Schlegelaufbereiter geordert werden. Unser Testkandidat ohne Aufbereiter-System hatte sechs ovale Mähscheiben mit einer Arbeitsbreite von 2,50 m.

Der durchgehend verschweißte Mähbalken machte einen stabilen Eindruck, ist innenschuhlos und bereitete während den Mäharbeiten keinerlei Probleme. Der Antrieb der Mähscheiben erfolgt mit der 540er Zapfwelle über drei Keilriemen auf ein Winkelgetriebe. Von diesem Winkelgetriebe geht die Kraft direkt auf die erste Mähscheibe. Mörtl liefert diese Mähwerke serienmäßig mit einer Freilaufgelenkwelle aus. Alle Mähscheiben werden über Stirnräder angetrieben. Daraus lässt sich schließen, dass es auch auf Wiesen mit eventuell erhöhtem Steinbesatz zu keinen Problemen kommen sollte.

Unser Testteam lobt das geringe Gewicht, die solide Bauweise und die Leichtzügigkeit des Mähwerkes. Laut Hersteller wiegt das Mähwerk etwa 520 kg.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau

Maschinen und Geräte für die Grünfutterernte – Markt, Technik, Unternehmen

Die Grünfuttertechnik ist mitentscheidend für die verlustfreie Qualität der Futterernte. Schlagkräftige, futterschonende und saubere Ernte ist eine Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg des Milcherzeugers. Die Hersteller der Futtererntetechnik bieten eine umfassende Produktpalette an, die es den Landwirten ermöglicht hochwertiges Futter mit hoher Schlagkraft zu ernten.

Der neue Cougar-Mähaufbereiter von Claas kommt mit 14 m Arbeitsbreite auf den Markt.
Der neue Cougar-Mähaufbereiter von Claas kommt mit 14 m Arbeitsbreite auf den Markt.
Der Landwirt oder Lohnunternehmer kann im Jahr 2005 auf eine nie gekannte Variationsbreite für das Mähen, Aufbereiten, Wenden und Schwaden des Erntegutes, sowie bei der Bergung mit Aufsammelpresse, Futtererntewagen oder selbstfahrendem Feldhäcksler zurückgreifen. Im Angebot der westeuropäischen Heumaschinen-Hersteller stehen beispielsweise rund 300 verschiedene Mähwerkstypen, über 100 Typen Kreiselheuer und über 140 Typen Kreiselschwader. Aus dem beeindruckenden Spektrum der Technik lassen sich die einzelnen Verfahrensschritte zu den für die jeweiligen Einsatzverhältnisse optimalen Verfahrensketten zusammenstellen. Entscheidend hierzu sind die Flächengröße, der Aufwuchs bzw. die zu erwartende Erntemenge und die klimabedingte Anzahl der verfügbaren Erntetage: Für das Mähen stehen als Grundvarianten der Trommelmäher oder der Scheibenmäher zur Verfügung, in Front- oder Heckanbau, gezogen, in Kombinationen bis hin zur Triple-Kombination (Schmetterlingskombination). Die Arbeitsbreiten gehen von 1,80 m bis hin zu 12 m als Selbstfahrer mit drei Mähwerken (Krone Big M) oder bis zu 14 m mit fünf Mähwerkseinheiten (Claas Cougar, in Erprobung). Entsprechend wurden neue Arbeitsbreiten mit dem Zettwender bis zu 10 Kreiseln, und Vier-Kreiselschwader mit Arbeitsbreiten bis über 16 m im Doppelschwad entwickelt.

Autor: Dipl. Ing. Wolfgang KUTSCHENREITER, Gailingen am Hochrhein

Den Mais richtig betten

Im Frühjahr des Vorjahres untersuchten wir, ob durch unterschiedliche Saatbettbearbeitungssysteme die Entwicklung des Maises beeinflusst wird. Dabei verglichen wir eine konventionelle Saatbettkombination mit einer Kreiselegge und drei verschiedenen Rückverfestigungswalzen.



In feuchten Jahren ist die konventionelle Saatbettkombination der Kreiselegge deutlich überlegen.
In feuchten Jahren ist die konventionelle Saatbettkombination der Kreiselegge deutlich überlegen.
Die optimale Saatbettbereitung ist leider von Jahr zu Jahr verschieden. Obwohl unter kühlen und feuchten Bedingung eine seichte Saat günstig ist, hat sich aus Gründen der Wasserversorgung des Saatgutes eine Ablagetiefe von 4 - 6 cm als die über die Jahre hinweg günstigste Ablagetiefe herausgestellt.

Eine zu feine Saatbettbereitung mit der Kreiselegge wirkt sich besonders in feuchten Jahren auf schweren Böden einerseits durch die oberflächliche Verschlämmungsgefahr und durch einen Luftmangel im Boden negativ aus. Das heißt, selbst nach dem Aufgang bleibt die Pflanze in ihrer Entwicklung gegenüber einer weniger luftraubenden Bodenbearbeitung zurück. Eine rückverfestigende Walze ist daher nur dann sinnvoll, wenn wir es mit trockenen Bedingungen zu tun haben. Besser ist es, statt einer Walze, direkt in der Saatreihe mit entsprechenden Rückverfestigungsaggregaten am Sägerät ein entsprechendes Saatbett zu erreichen.

Autor: Dr. Karl MAYER, LK-Steiermark


Aktualisiert am: 23.03.2005 11:56
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