Rübenbauern kritisieren chemischer Zucker-Ersatzstoffe

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Im Kampf gegen zu viel Zucker ersetzte Spar den Zucker durch zwei Süßstoffe. Das führt zu Kritik von den Rübenbauern.
Wer mit der Natur leben will, wählt Produkte aus österreichischem Zucker und genießt sie in Maßen. Foto: qoppi/shutterstock.com
Wer mit der Natur leben will, wählt Produkte aus österreichischem Zucker und genießt sie in Maßen. Foto: qoppi/shutterstock.com
Die Rübenbauern warnen vor chemischen Zucker-Ersatzstoffen, die von der Handelskette Spar im aktuellen Kampf gegen zu viel Zucker beworben werden. Spar ersetzt in seinen Produkten 'Spar Vital Zukka' und 'Spar Vital Birkenzucker' österreichischen Zucker durch zwei Süßstoffe. Die chemischen Bezeichnungen dahinter lauten für Zukka 'Erythrit' und für Birkenzucker 'Xylit'. Laut Literatur können bei beiden Stoffen unangenehme Begleiterscheinungen auftreten, wie etwa Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Wie bei vielen neuen Substanzen sind die langfristigen Nebenwirkungen auf den Körper durch Erythrit noch nicht zur Gänze bekannt", kritisiert die Interessenvertretung der Rübenbauern in einer Aussendung.

Begleiterscheinungen
Ähnlich würde es sich mit dem Birkenzucker oder Xylit verhalten. Auch dieser Wirkstoff habe bei zu hoher Dosierung abführende Wirkung. "Die Fachliteratur spricht davon, dass es bei Tieren, beispielsweise bei Hunden, durch Xylit zu schweren Leberschädigungen und Gerinnungsstörungen kommen kann", weshalb die Rübenbauern hinweisen, sich mit der Wirkung dieser Stoffe kritisch auseinanderzusetzen.
Befremdlich ist für die Interessenvertretung, dass Spar gleichzeitig mit Preisreduktionen beim Kauf von größeren Mengen Zucker werbe. "Beispielsweise werden statt 0,89 Euro für eine Packung Zucker beim Kauf von drei Packungen nur mehr 0,59 Euro verrechnet. Wer mehr Zucker kauft, steigt also besser aus", stellen die Rübenbauern die Maßnahmen mit chemischen Ersatzstoffen in Frage. "Die ganze Aktion scheint nicht so ernst gemeint zu sein, sondern erweist sich nur als der Versuch, billigere Ersatzstoffe in Eigenprodukten zu verwenden und sie als besonders gesund zu vermarkten."

In Maßen genossen
„Österreichische Zuckerrüben, aus denen der bekannte 'Wiener Zucker' stammt, sind hingegen natürliche, von heimischen Bauern, ohne Einsatz von Gentechnik angebaute Feldfrüchte. Wer also mit der Natur leben will, wählt Produkte aus österreichischem Zucker und genießt sie in Maßen. Dazu braucht es keine bedenklichen Ersatzstoffe, wie sie von Spar eingesetzt werden. Österreichische Konsumentinnen und Konsumenten wissen selbst, wie sie mit Zucker umgehen und haben darüber hinaus das Recht, regionale Produkte angeboten zu bekommen. Wer Ersatzstoffe in seinen Produkten verwendet, gefährdet auch die Existenz der heimischen Landwirtschaft", so die Rübenbauern.


Aktualisiert am: 08.02.2018 18:11