Rohfaserquelle Raps und Sonnenblume

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Durch den Einsatz von Raps- und Sonnenblumenextraktionsschrot kann man den Rohfasergehalt in den Schweinerationen steigern. Dadurch steigen aber auch die Stickstoff- und Phosphorausscheidungen an.
Raps und Sonnenblume als Rohfaserquelle. (Foto: Archiv und Marykit/shutterstock.com)
Raps und Sonnenblume als Rohfaserquelle. (Foto: Archiv und Marykit/shutterstock.com)
In der Schweinemast kann zur Erhöhung des Rohfasergehaltes Raps- und Sonnenblumenextraktionsschrot erfolgreich eingesetzt werden. Bei derartig gestalteten Rationen wird häufig auch die Zulage von Nicht-Stärke-Polysaccharid(NSP)-spaltenden Enzymen, sogenannte Xylanase und Glucanasen, empfohlen. Diese sollen die Nährstoffeffizienz verbessern. Einige Hauptbestandteile der pflanzlichen Zellwand üben einen sogenannten „Käfigeffekt“ über einige Inhaltsstoffe aus. Das heißt, sie umhüllen andere ansonsten hochverdauliche Nährstoffe und verringern dadurch die Verdaulichkeit. Im bayrischen Schwarzenau wurde geprüft, ob mit Zusatz von Xylanase der Futteraufwand und die Leistungen bei unterschiedlicher Rationsgestaltung verbessert werden können. Durch den Einsatz eines Gemisches aus Sonnenblumen-und Rapsextraktionsschrot ließ sich der Rohfasergehalt in den Rationen bei nahezu gleichen Kosten je Tonne Futter steigern. Die Mastleistungen erreichten dabei nicht ganz das Niveau der Kontrollgruppen. Der Muskelfleischanteil wurde durch die Art der Fütterung nicht beeinflusst. Bei den beiden getesteten Rationstypen zeigte die Zulage von Xylanase keine Wirkung auf die scheinbare Verdaulichkeit der Rohnährstoffe. Durch einen ungünstigeren Futteraufwand und höhere Gehalte an Phosphor in den Rationen mit Raps- und Sonnenblumenextraktionsschroten erhöhten sich in diesen Gruppen die Stickstoff- und Phosphorausscheidungen deutlich. Die höheren Rohfasergehalte sind bei diesen Rationen zwar positiv zu bewerten, die Vorgaben der Düngeverordnung muss man hier aber im Auge behalten.

Den Artikel von Wolfgang Preissinger, Günther Propstmeier und Simone Scherb in voller Länge und mit detaillierten Versuchsergebnissen finden sie in der LANDWIRT Ausgabe 14/2018 Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 14/2018 (solange der Vorrat reicht)

Aktualisiert am: 09.07.2018 11:20