Richtig Naschen will gelernt sein

Angesichts der steigenden Zahl an dicken Kindern sowie aus Rücksicht auf die Zahngesundheit der Sprösslinge sind kritische Überlegungen zum Naschen von Süßem angebracht.



Kinder lieben Rituale. Daher macht es Sinn, eine Naschzeit festzulegen.
Kinder lieben Rituale. Daher macht es Sinn, eine Naschzeit festzulegen.
Folgenden Tipps helfen, das Naschen einzuschränken

• Tages- oder Wochenrationen festlegen. Das Kind darf selbst Süßigkeiten aussuchen und eventuell auch abwiegen. Ist diese eiserne Reserve aufgegessen, gibt es für den vereinbarten Zeitraum keinen Nachschub.

• Süßigkeiten am besten in Schränken oder der „Naschlade“ aufbewahren.

• Als Erwachsener mit gutem Vorbild vorangehen (auch nicht zwischendurch naschen).

• Süßigkeiten und Knabbereien nicht als Erziehungsmittel (Trostpflaster, Belohnung etc.) einsetzen.

• Süße, koffeinhältige Getränke einschränken, diese sind keine Durstlöscher, sondern bestenfalls auch Naschereien.

• Naschen als Dessert: Dies ist zur Kariesvorsorge am sinnvollsten, weil der Zucker hier zusammen mit anderen Stoffen aufgenommen wird und die Konzentration an der Zahnoberfläche verhältnismäßig gering bleibt. Danach folgt das Zähneputzen. Dies ist aber nicht für alle Kinder praktikabel, denn oft lässt die Aussicht auf diesen süßen Nachtisch die Kinder überraschend schnell satt sein.

• Ausnahmen dürfen sein: Am ersten und letzten Schultag, zu Weihnachten, Ostern, an Geburtstagen, dem Zeugnistag oder im Fasching darf es ruhig einmal etwas mehr sein.

Autor: Mag. Sabine BISOVSKY, VEÖ Wien


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Aktualisiert am: 13.06.2005 15:41
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