Regenwurmhumus als Einkommensalternative

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Standard-Bauern waren Gaby und Wolfgang Thaller sowieso noch nie. 2009 entschieden sich die beiden, ihren Tierbestand gleich um 80.000 Einheiten (Regenwürmer) aufzustocken und mit diesem Schritt Humus in Bioqualität zu produzieren.
Regenwürmer sind Zwitter und legen Eier zur Vermehrung. Ein Wurm wird ca. zwei Jahre alt.
Regenwürmer sind Zwitter und legen Eier zur Vermehrung. Ein Wurm wird ca. zwei Jahre alt.
Im Folientunnel stehen zwei kistenförmige Holzkonstruktionen, 40 m lang und 2,5 m breit. Nach oben sind die Kisten offen, unten schließt sie ein Stahlgitter ab. Drinnen wohnen rund 2.000.000 Kompostwürmer, eine Art der Regenwürmer. Passt das Klima nicht, vermehren sich die Tiere nicht, sind die Bedingungen ideal, gibt es dennoch kein „zuviel“ an Würmern. „Der Regenwurm vermehrt sich nur, so lange es auch Futter für alle gibt“, erklärt Gaby Thaller. Platz wäre für rund 5 Mio. Würmer. Die Idee, Regenwürmer zu züchten, kommt aus Amerika. Dort vermehrt man sie allerdings nur, um sie später als Angelköder zu verkaufen. Der Humus ist ein Nebenprodukt, wird aber kaum genutzt. Dort baut man den Würmern aber auch keinen Stall, sondern hält sie in Bodenmieten. Diese werden jedoch meist sehr feucht und anaerob, was den Ertrag beeinträchtigt. Die Regenwürmer in Ställen zu halten, ist in Europa bisher einzigartig.

Wie die Familie auf den Kompostwurm gekommen ist und wie sie den Humus vermarkten erfahren Sie in der Ausgabe 23/2012 des fortschrittlichen Landwirts.


Aktualisiert am: 20.11.2012 14:12