Rau Spridomat D3: Juwel mit grauer Fassade

Der Name Rau steht für fortschrittliche Spritztechnik. Das können wir mit unserem Prüfstandstest bestätigen. Trotz hervorragenden technischen Prüfzeugnisses sieht das Testteam in einigen Punkten Handlungsbedarf.
Das Ergebnis auf dem Prüfstand der Bildungswerkstatt Mold stellt dieser Spritze ein sehr gutes Zeugnis aus. Alle Werte entsprechen den ÖAIP-Richtlinien.
Das Ergebnis auf dem Prüfstand der Bildungswerkstatt Mold stellt dieser Spritze ein sehr gutes Zeugnis aus. Alle Werte entsprechen den ÖAIP-Richtlinien.
Immer wieder setzten die Entwicklungsingenieure von Rau Maßstäbe bei der Entwicklung moderner Spritztechnik. Seit knapp 10 Jahren ist die Marke Rau ein Teil des Kverneland-Konzerns. Die Turbulenzen dieses Konzerns haben den seinerzeitigen Entwicklungsvorsprung der Rau-Spritztechnik schrumpfen lassen. So wurden bei der Entwicklung der D3-Generation nur die notwendigen Anpassungen an gesetzliche Vorschriften und an den erhöhten Bedienungsanspruch moderner Landwirte verwirklicht. Das Design wurde von der Vorgängerspritze D2 übernommen und macht heute einen etwas verstaubten Eindruck.

Fazit: Hohe Genauigkeit, verstaubtes Design
Der Rau Spridomat D3 unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von seinem Vorgänger Spridomat D2. Auf dem Prüfstand der Bildungswerkstatt Mold hat er allerdings Topwerte erzielt. Das heißt, Rau hat diese Feldspritze an entscheidenden Stellen wie zB Regelarmatur, Schlauchführungen und Software weiterentwickelt. Das Design kann bei dieser positiven Beurteilung allerdings nicht mithalten. So sind zB die Einspülschleuse, der Spülwasser- und Handwaschbehälter nicht integriert. Das spiegelt sich auch bei der Bedienung in einigen Punkten wider. Um das Rührwerk abzuschalten, braucht man zB die Kabine nicht zu verlassen. Auf der anderen Seite gibt es wieder Hebel, die schwer zugänglich sind.
Es bleibt zu hoffen, dass Rau vom Kverneland-Konzern in Zukunft wieder den notwendigen Rückhalt erfährt, um seine führende Position im Pflanzenschutzsektor nicht zu verlieren.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 25.10.2007 16:56
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