Rationierte Fütterung: Jedem Tier seinen Fressplatz

Gruppenhaltungssysteme, die eine rationierte Fütterung der Sauen ermöglichen, sind vielfältig. Zwei Möglichkeiten der Ausführung werden hier vorgestellt.
Korbbuchten sind sowohl für den Deck- als auch für den Wartebereich geeignet.
Korbbuchten sind sowohl für den Deck- als auch für den Wartebereich geeignet.
Die rationierte Fütterung ist unter Berücksichtigung der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten wohl das am häufigsten verwendete System der Gruppenhaltung. Ein-, Zwei- oder Mehrflächenbuchten, sowie Selbstfangstände bis hin zur Verwendung des Troges ohne jegliche Abtrennung grenzen die mannigfaltigen Möglichkeiten der Systemgestaltung ab. Unterschiede bei der Futterzuteilung müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
So ermöglichen Systeme mit Fixiermöglichkeit beim Fressen eine tierindividuelle Futterzuteilung, während bei Fressplatzteilern beispielsweise jedem Tier der Gruppe gleich viel Futter zugeteilt wird. Deshalb können auch bei größeren Herden einfachere Systeme leichter realisiert werden.

Kombinierter Deck- und Wartebereich
Manche Betriebe gestalten Deck- und Wartebereich als ein System. Dies hat den Vorteil, dass man sich das Umsperren der Tiere erspart und auch hinsichtlich der Temperaturführung im Winter weist dies Vorteile auf. Besonderes Augenmerk ist hierbei auf die Auswahl der Aufstallung zu legen, da diese sowohl besamungsfreundlich als auch gruppenhaltungstauglich sein muss. Auch die Bodengestaltung ist auf die Anforderung der Gruppenhaltung abzustimmen. So kann beispielsweise durch in die Spaltenfläche eingelegt Roste auch bei fixierten zu besamenden Tieren im hinteren Bereich der Stände der Durchtritt erhöht werden.

Fazit
Es gibt viele Möglichkeiten der Ausführung von Gruppenhaltungssystemen mit rationierter Fütterung. Die Systementscheidung muss betriebsindividuell nach den jeweiligen Prioritäten des Betriebsleiters und den baulichen Gegebenheiten gefällt werden. Die Betriebe Hauer und Achleitner sind mit ihren Warteställen zufrieden und überzeugt die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Leistungen mit 22,9 (Hauer) bzw. 24,3 (Achleitner) abgesetzten Ferkeln pro Sau und Jahr bestätigen dies auch.

Autor: DI Gerhard SALZMANN, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, St. Pölten


Aktualisiert am: 23.10.2008 15:23
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