Praxistest Berti Dual 285: Stark im Nehmen

Der Dual-Schlegelhäcksler von Berti ist universell einsetzbar und zerkleinert alles, was sich ihm in den Weg stellt. Wir haben ihn teils unter schwierigsten Einsatzbedingungen eine Saison lang getestet.
Das doppelwandige Chassis, der 203 mm starke Rotor, die große selbstreinigende Nachlaufwalze und ein verstellbarer Auswurf sorgen für problemloses Häckseln.
Das doppelwandige Chassis, der 203 mm starke Rotor, die große selbstreinigende Nachlaufwalze und ein verstellbarer Auswurf sorgen für problemloses Häckseln.
Wir testeten die in der Saison 2004/05 auf den Markt gekommene Serie Berti Dual. Diese Serie besteht aus vier Modellen: Arbeitsbreite 2,20 m, 2,50 m, 2,85 m und 3,00 m. Wir testeten den Dual 285, der laut Hersteller eine Leistungsaufnahme von 51 kW/70 PS bis 79 kW/80 PS hat.

Heck- oder Frontanbau
Dieser universell einsetzbare Häcksler lässt sich sowohl in Front, als auch im Heck betreiben. Das An- und Abbauen des Häckslers ist einfach. Besonders gelobt wurde vom Testteam, dass der Wechsel von Heck- zu Frontanbau schnell möglich ist. Dazu braucht der Fahrer nur einen Bolzen an der Oberlenkerhalterung herausziehen, diese in die andere Richtung schwenken und wieder mit demselben Bolzen sichern. Die Fixierungen für die Unterlenker sind auf beiden Seiten angeschweißt. Dieser doppelte Anbaubock ist auf beiden Seiten an die Kategorie II angepasst. Bei Fronthydrauliken mit hoch angeordnetem Zapfwellenstummel (zB Zuidberg) kann es in unebenem Gelände auf Grund eines zu geringen Abstandes zwischen Zapfwelle und Oberlenkerhalterung zu Problemen kommen. Wer noch – wie auch in unserem Fall - einen hydraulischen Seitenverschub ordert, muss auch die beiden Hydraulikschläuche an ein doppelt wirkendes Zusatzsteuergerät anschließen. Serienmäßig ist die Maschine mit einem mechanischen Seitenverschub versehen. Mit einer Kurbel lässt sich der Häcksler 25 cm nach links und 25 cm nach rechts verschieben. Der von uns getestete hydraulische Seitenverschub war massiv ausgeführt – läuft auf einer fest mit dem Gehäuse verschweißten Schiene - und funktionierte während der gesamten Testphase anstandslos. Dieser steht mit einem Aufpreis von 312 Euro in der Preisliste von Deschberger.
Viel Lob gab es von den Testfahrern für die gute Bodenanpassung im Frontanbau. Da sich sowohl der Oberlenker, als auch die Unterlenker in Langlöchern frei bewegen können, ist der Mulcher nicht zwangsgeführt. Vor allem im unebenen Gelände führte dies zu großen Vorteilen hinsichtlich Geräteschonung und sauberer Häckselarbeit.

Fazit: Optimale Rottevoraussetzungen
Das Hauptqualitätskriterium eines Schlegelhäckslers liegt in dessen Zerkleinerungswirkung und seiner Leistungsfähigkeit. Dafür gab es viel Lob vom Testteam. Würde Berti die Keilriemenspannung praktikabler gestaltet, gäbe es an dieser Maschinen nichts auszusetzen.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 23.01.2007 15:18
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