Praxiserfahrungen mit Körnerhirse für Schweine

Für Norbert Lackenbauer gibt es keine Lösung von der Stange. Der Schweinehalter setzt auf Ausläufe und ad libitum-Fütterung mit Körnerhirse von der Sau bis zum Mastschwein. Der Grund für seine Lust auf Neues könnte in Kenia liegen.
Norbert Lackenbauer führt den Betrieb mit seinem Sohn Lawrence.
Norbert Lackenbauer führt den Betrieb mit seinem Sohn Lawrence.
Es ist dämmrig. Und das, obwohl es nach der Uhr fast Mittag ist. Leise grunzt ein Schwein. Es raschelt. Schnarcht da jemand? Ein Lichtschein fällt auf drei Schweine, die im Stroh liegen. Der Lichtschein verschwindet wieder. Hier ist es angenehm warm. Vor der Türe pfeift der Wind. Es nieselt.
Die Schweine im Stall von Norbert Lackenbauer haben die Wahl: warmer, eingestreuter Liegebereich drinnen oder Wind und Wetter im Freien. Die zwei Bereiche sind mit einem Gummivorhang voneinander getrennt. Im Auslauf gibt es Futter und Wasser. Etwa ein Drittel vom Auslauf ist planbefestigt und überdacht. Dort steht auch der Futterautomat. Der Rest des Auslaufs ist mit Betonspalten ausgelegt. Norbert Lackenbauer erzählt: „Die Schweine nutzen den Auslauf bei jedem Wetter, egal ob es schneit, regnet, stürmt oder heiß ist.“
Dieser Stall ist für 300 Aufzuchtplätze und 600 Mastplätze ausgelegt. Lackenbauer zufolge ist es wichtig, dass die Buchten schmal und sehr lang sind. Die befestigte, eingestreute Liegefläche im Inneren des Stalls halten die Schweine nur dann sauber, wenn alle zugleich liegen können, aber auch nicht zu viel Platz zum Liegen da ist. Auch im Wartestall haben die Sauen die Wahl zwischen Liegebereich innen und Auslauf im Freien.

Körnerhirse für alle Schweine
Norbert Lackenbauer füttert alle Fruchtfolgeglieder an seine Schweine. Dazu mischt er Wintergerste und Winterweizen. Diese Mischung ist zu einem guten Drittel im Aufzucht- und Mastfutter enthalten. Etwa ein weiteres Drittel in dieser Ration füllt die Körnerhirse auf. Mit Soja und der Mineralstoffmischung ist die Ration komplett. Lackenbauer füttert nach der Ernte so lange Körnerhirse, bis sie aufgebraucht ist. Danach ersetzt er den Anteil Körnerhirse einfach durch Mais. Der Landwirt hat die Mastleistungen über drei Jahre berechnet. Er sagt: „Wir erreichen im Durchschnitt 850 g tägliche Zunahmen, 60,2 % Magerfleischanteil und eine Futterverwertung von 2,64 kg Futter pro Kilo Zuwachs. Der Magerfleischanteil wird bei uns durch die Kastraten der eigenen Jungsauen-Nachzucht etwas gedrückt.“

Den gesamten Artikel über den Betrieb Lackenbauer lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 14/2015. Kostenloses Probeheft Ausgabe 14/2015 bestellen

Ein Video vom Betrieb Lackenbauer finden Sie hier.

Weitere Fotos vom Betrieb Lackenbauer finden Sie hier.

Aktualisiert am: 09.07.2015 10:30