Parasiten und Würmer in der Kuh

Wer mit Rindern arbeitet, hat mit Würmern zu tun, und Parasitenbefall kostet Geld. Der Befall mit Endoparasiten ist eine Herdenerkrankung, der die Leistung der Tiere massiv beeinträchtigt.
Magen-Darm-Würmer treten häufig in Mischinfektionen auf und führen meist zu massiven Durchfällen mit einhergehenden Gewichtsverlusten.
Magen-Darm-Würmer treten häufig in Mischinfektionen auf und führen meist zu massiven Durchfällen mit einhergehenden Gewichtsverlusten.
Durch die vielen auslösenden Faktoren wie das Alter der Tiere, der Standort, die Besatzdichte und das Weidemanagement müssen alle Tiere in eine Behandlung mit einbezogen werden. Ein Befall mit Endoparasiten, also mit schädigenden Organismen im Tier, hat vor allem bei Jungrindern schwerwiegende Folgen.

Mit Strategie zum Erfolg
Parasiten sollen soweit es geht vermieden werden und Probleme damit sollen erst gar nicht entstehen. Dazu ist Vorbeugen die beste Behandlung. Dies geschieht am besten mit Langzeitpräparaten, um langfristig und erfolgreich die Entwicklung der Parasiten aufzuhalten.
Das richtige Weidemanagement legt den Grundstein für gesunde und parasitenfreie Tiere. Dabei soll eine Überweidung auf jeden Fall vermieden werden. Erstsömmrige Tiere sollen nicht mir älteren Tieren zusammen weiden und sich generell nicht auf verseuchten Weiden aufhalten. Da sich Parasiten bevorzugt auf feuchten Wiesen aufhalten, empfiehlt es sich, diese nicht zu beweiden.

Behandlungskonzepte
Die Übergusspräparate sollen vor dem Weideaustrieb angewendet werden, was vor allem erstsömmrige und zweitsömmrige Jungrinder wie tragende Färsen betrifft. Ruhende Larven oder neu aufgenommene Larven werden damit sofort eliminiert und eine Neuverseuchung der Weide kann damit stark reduziert werden. Auch eine Behandlung 8 bis 10 Wochen nach Weideaustrieb ist sinnvoll, um die Parasiten nachhaltig zu reduzieren. (v. a. Lungenwürmer) Eine Aufstallungsbehandlung wird oft vernachlässigt, würde aber die Neuverseuchung der Weiden in der kommenden Weidesaison einschränken. Eine Behandlung der Aufstallung schützt auch vor Haarlingen, Räudemilben und Läusen, welche sich besonders durch feucht- warme Stallluft vermehren.

Fazit
Arten und Symptome von Endoparasiten sind vielfältig. Als Landwirt über Schädlingsarten und deren Lebenszyklen Bescheid zu wissen, hilft beim treffsicheren Erkennen, was erst eine zielführende Bekämpfung ermöglicht. Zunächst gilt es, keine Voraussetzungen für den Befall mit Parasiten zu schaffen. Überweidung und feuchte Wiesen erhöhen auf jeden Fall das Risiko. Erstsömmrige Tiere sollen nicht mir älteren Tieren zusammen weiden und sich generell nicht auf verseuchte Weiden aufhalten. Eine vorbeugende medikamentöse Behandlung vor der Weidehaltung und eine weitere 8 bis 10 Wochen nach dem Austrieb sind zusätzliche Maßnahmen.

Autorin: Dr. Christiane GÖSSLER, Dr. Vet- Die Tierärzte, Jöss


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Aktualisiert am: 18.03.2010 12:09
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