PRRS: Impfkonzept bringt stabile Leistungen zurück

30 % Umrauscher und sieben abgesetzte Ferkel pro Wurf durch einen PRRS-Ausbruch: Das ist für jeden Ferkelerzeuger wenig erfreulich. Ein Praxisfall und Tipps zum Impfen zeigen, dass Sie Werkzeuge gegen PRRS in der Hand haben.
Auf manchen Betrieben kann es sich lohnen, auch die Ferkel gegen das PRRS-Virus zu impfen. Foto: Agrarfoto
Auf manchen Betrieben kann es sich lohnen, auch die Ferkel gegen das PRRS-Virus zu impfen. Foto: Agrarfoto
Es ist wohl die mittlerweile bekannteste Virus-Erkrankung beim Schwein: das Porcine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS). Das PRRS-Virus verursacht bei Sauen vor allem Umrauschen und Aborte. Bei Mastschweinen kommt es häufig zu schwerwiegenden Atemwegsproblemen.

PRRS hat eine Schlüsselrolle in der Schweineproduktion: Es verursacht große (finanzielle) Verluste. Aber es ist auch Wegbereiter für andere Krankheitserreger. Dies wird sehr oft unterschätzt. Mit den derzeit vorhandenen Impfstoffen stehen dem Tierarzt und dem Schweinehalter aber gute Werkzeuge zur Bekämpfung dieser Erkrankung zur Verfügung. Die beste Kosten-Nutzen-Rechnung haben die kombinierten Betriebe. Natürlich macht die Impfung auch im reinen Ferkelproduktionsbetrieb Sinn. Hier stellt sich die Frage, wer die Kosten für die Impfung trägt beziehungsweise wie diese aufgeteilt werden.

Wann Ferkel impfen?
Allgemein gültige Regeln für das Impfmanagement gibt es nicht. Sie müssen für jeden Betrieb neu aufgestellt werden. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die reine Sauenimpfung häufig nicht ausreicht. Oft verursacht das PRRS-Virus trotz Impfung der Sauen Krankheitsausbrüche in der Mast oder in der Jungsauenaufzucht. Der Impferfolg im Sinne eines Leistungserhalts bzw. einer Leistungssteigerung bleibt aus. In diesem Fall sind dann auch die Ferkel zu impfen.
Wir vermeiden es, die Ferkel gleichzeitig gegen PRRSV sowie gegen Mykoplasmen und PCV2 („Circo“) zu impfen. Unsere Empfehlung lautet: Impfung gegen Mykoplasmen und PCV2 in der dritten Lebenswoche, Impfung gegen PRRSV in der vierten Lebenswoche.

Meist ist es ratsam, ein PRRS-Impfprogramm über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Wenn man zu früh aufhört, ist die Gefahr groß, dass PRRS wieder aufflackert. Oft hat der Landwirt nur die Kosten für die Impfung vor Augen. Stoppt er das Impfprogramm, treten aber höchstwahrscheinlich Kosten auf durch:

• wieder vermehrte Ausfälle
• deutlich höheren Antibiotikaeinsatz
• einen höheren Zeitaufwand für die Behandlung erkrankter Tiere.


In der aktuellen LANDWIRT-Ausgabe 24/2016 erfahren Sie mehr darüber, wie ein Betrieb sein PRRS-Problem mithilfe eines Impfprogrammes in den Griff bekommen hat. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Rückblick auf die EuroTier 2016 und dort präsentierte Neuheiten aus dem Schweinebereich.
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Aktualisiert am: 07.12.2016 12:21
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