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Ökologischer Fußabdruck - neue Studie liegt vor

Kategorien zum Thema: Bio Top Ernaehrung
Im Auftrag von Bio Ernte Steiermark hat die TU Graz zwei Jahre an der Studie „Ökologischer Fußabdruck der Biolandwirtschaft und ihrer Produkte“ gearbeitet. Die Studie liegt nun vor.
Präsentierten die Studie “ Ökologischer Fußabdruck der Biolandwirtschaft und ihrer Produkte:(v.l.) Dr. Michael Narodoslawsky (TU Graz), Mag. Josef Renner (GF. Bio Ernte Stmk), Ing. Herbert Kain (Obmann Bio Ernte Stmk), Mag. Michael Eder (TU Graz), Otto Knaus, Bioweinbauer
Präsentierten die Studie “ Ökologischer Fußabdruck der Biolandwirtschaft und ihrer Produkte:(v.l.) Dr. Michael Narodoslawsky (TU Graz), Mag. Josef Renner (GF. Bio Ernte Stmk), Ing. Herbert Kain (Obmann Bio Ernte Stmk), Mag. Michael Eder (TU Graz), Otto Knaus, Bioweinbauer
Die Studie bestätigt den Bio-Bauern was gefühlsmäßig schon vorher jeder wußte. Die biologische Wirtschaftsweise übt bei allen untersuchten Produkten (Rindfleisch, Eier, Milch, Speisekartoffel, Körnermais und Äpfel) einen geringeren Druck auf die Umwelt aus als die konventionelle Bewirtschaftung. Die in der Studie verwendeten Daten stammen von Bio-Betrieben aus ganz Österreich, die sich am Projekt beteiligten und aus dem Standard-Deckungsbeitrags-Katalog. Verglichen wurden jeweils die Standard-Daten (bio und konventionell) und zusätzlich die Daten eines konkreten Bio-Betriebes.

Das macht den Unterschied
Rindfleisch, Eier und Milch wird von den Biobauern in erster Linie deshalb umweltschonender erzeugt, weil die Verwendung/Erzeugung von biologischen Futtermitteln einen viel geringeren Druck ausübt. A.o.Univ.Prof. DI Dr. Michael Narodoslawsky (TU Graz): "Bei Körnermais ist der Biobetrieb 6fach besser als der konventionell wirtschaftende Betrieb, bei der Rindfleischerzeugung ist der Faktor 3 bzw. 4." Den Unterschied von rund zwei Drittel geringerem ökologischen Druck bei den Kartoffeln machen die Art des Düngers und des Pflanzenschutzes aus. Der erhöhte Maschineneinsatz in der biologischen Bewirtschaftungsweise spielt insgesamt eine geringe Rolle. Dasselbe trifft für Mais zu, wobei hier vor allem der mineralische Dünger bei der konventionellen Bewirtschaftung stark ins Gewicht fällt. Die stärkste Reduktion des Umweltdrucks ergibt sich bei den Äpfeln. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich der unterschiedliche Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Der ökologische Fußabdruck der landwirtschaftlichen Produktion kann also vor allem durch den Ersatz von mineralischen Dünge- und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln gesenkt werden. Dieser Umstand in der pflanzlichen Produktion wirkt sich direkt auf die tierische Produktion aus. Landwirtschaftliche Betriebe können darüber hinaus ihren eigenen Fußabdruck durch Umstellung von Strom, Heizung und Treibstoff auf erneuerbare Energieträger wesentlich reduzieren.

Fußabdruck selber berechnen
Solche und ähnliche Maßnahmen können mit dem Rechner „Ökologischer Fußabdruck für die Landwirtschaft“ berechnet werden ( www.fussabdrucksrechner.at). Dieser Online-Rechner steht in einer Kurz- und einer Landversion zur Verfügung.
Die Kurzversion ist ein „Black Box“-Modell für den gesamten Betrieb mit einem Gesamtfußabdruck als Ergebnis, der auf die Bereiche Strom, Heizung, Maschineneinsatz, Düngemittel und Pflanzenschutz und Zukauf aufgegliedert ist.
Die Langversion rechnet den ökologischen Druck bis hin zum veredelten Produkt und erfordert somit einen höheren Datenerhebungsaufwand. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe können mit diesen beiden Versionen für sich feststellen, wie intensiv sich ihre Wirtschaftsweise auf die Umwelt auswirkt, welche Bereiche am stärksten ins Gewicht fallen und wo demnach Veränderungen am wirksamsten sind um den ökologischen Druck zu reduzieren.

Faktor 5 bis 13 Bio besser
"Das ist Grund genug, diese Form der Landbewirtschaftung als Leitbild für die zukünftige europäische und österreichische Agrarpolitik zu definieren" betont der Bio Ernte Steiermark-Obmann Ing. Herbert Kain. "Die Bio-Landwirtschaft ist das beste Beispiel für eine multifunktionale ökologische Landwirtschaft von Morgen". Wichtig sind Kain auch zusätzliche Anreize für klimaschonendes Wirtschaften wie es zum Beispiel kleinere Hagelversicherungsprämien für Biobetriebe sein könnten. Mit dem oben genannten Rechner haben alle Bauern die Möglichkeit eine ökologische Standartbestimmung ihres Betriebes durchzuführen.


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Aktualisiert am: 20.09.2011 17:28
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