Öko-Jagd: Win-Win-Situation und Naturerlebnis

Am Vorarlberger Waldtag, der am 19. Oktober in Sonntag im Großen Walsertal abgehalten
wurde, stand das Thema „Jagdbewirtschaftung im Ökoland Vorarlberg“ im Mittelpunkt. Der
Vorarlberger Waldverein fordert eine Abkehr von der heutigen Jagdwirtschaft mit vielfach
sehr hohen, unnatürlichen Wildständen hin zu einer „Ökojagd“ mit an den Lebensraum
angepasste Wildzahlen. Dies käme dem Wildtier, dem Lebensraum und dem Jäger zu gute,
eine absolute Win-Win Situation.
Die Wildschadensituation hat sich in einzelnen Gebieten in den letzten Jahren verbessert, in vielen Regionen herrschen aber nach wie vor äußerst unbefriedigende Verhältnisse vor. Auf 44 Prozent der verjüngbaren Waldfläche zeigt das Wildschadenskontrollzaunsystem des
Landes Vorarlberg untragbare Verhältnisse auf. Und oft liegen diese Schadflächen in den gleichzeitig äußerst wichtigen Schutzwaldlagen.Der Vorarlberger Waldverein fordert hier ein Umdenken! So wie in der Waldwirtschaft, soll es auch in der Jagdwirtschaft eine klare Ausrichtung an ökologischen Kriterien geben.
DI Franz Buchegger vom ökologischen Jagdverein Österreich stellte am Waldtag das Naturerlebnis,
gepaart mit Beutemachen und anschließender Wildbretverwendung, in den Mittelpunkt einer heute zeitgemäßen Jagd.

Aufgabe der Jagd muss es sein, die Regulierung des Wildbestandes an den Lebensraum anzupassen und für die Erhaltung und den Schutz der Artenvielfalt im Ökosystem zu sorgen. Maßgebend dafür ist die Durchführung einer effizienten Jagd, die das Wild möglichst wenig beunruhigt. Mit der Fütterung wurden die Bestände der jagdlich interessanten Schalenwildbestände von Reh- und Rotwild massiv erhöht. Wir haben heute in den immer kleiner werden Lebensräumen (Freizeitnutzung und Tourismus) höhere Wilddichten wie in den Zeiten davor. Wild soll „Wildtier“ bleiben dürfen. In einem natürlichen Jahresrhythmus sind Ausfälle im
Winter normal. Franz Buchegger spricht sich für ein generelles Fütterungsverbot aus.

Kontakt
Zum Thema: Obmann Bgm. Arnold Hirschbühl, Tel 0664/2430177, waldverein@dornbirn.at,
www.waldverein.at.
Pressestelle: Thomas Ölz, T 05574 400-460, E thomas.oelz@lk-vbg.at

Autor: Bernhard Henning
Aktualisiert am: 23.10.2013 15:25

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