ÖO Mutterkuhfachtag 2014

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Auf der Gugl in Linz fand der Mutterkuhfachtag 2014 der LK-Oberösterreich statt. Organisator Andreas Hager lud die Referenten DR. Claus Deblitz, Dr. Leopold Kirner, Ing. Rudolf Rogl, Dr. Rudolf Grabner und den Kammerpräsidenten Ing. Franz Reisecker als Referenten ein.
Als Referenten des Mutterkuhfachtags 2014 wirkten unter anderem v.l.n.r.Ing. Rudolf Rogl von der ARGE Rind, der Präsident der LK Oberösterreich Ing. Franz Reisecker und der Deutsche Dr. Claus Deblitz vom Thünen Institut.
Als Referenten des Mutterkuhfachtags 2014 wirkten unter anderem v.l.n.r.Ing. Rudolf Rogl von der ARGE Rind, der Präsident der LK Oberösterreich Ing. Franz Reisecker und der Deutsche Dr. Claus Deblitz vom Thünen Institut.
Präsident Franz Reisecker erläuterte den anwesenden Mutterkuhbauern die Reformen der GAP. Er erklärte den politischen Entscheidungsfindungsprozess und ging auf die daraus entstehenden Herausforderung für Mutterkuhhalter ein. Gekoppelte Prämien werden ja abgeschafft, was den Verlust der Mutterkuhprämie mit sich bringt. Als Ersatz gibt es das Konzept der neuen einheitlichen Flächenprämie.
Während der Deutsche Dr. Deblitz die Weltrindfleischproduktion und ihre Auswirkungen auf Österreich in zahlreichen Grafiken vorstellte, präsentierte der Steirer Dr. Grabner die verschiedenen Varianten der weltweiten Rindfleischproduktion in Form einer Power Point Diashow.
Rudi Rogl von der ARGE Rind zeigte heimische Entwicklungen und Herausforderungen in der Rindfleischproduktion auf.
Dr. Leopold Kirner referierte über die Unternehmensführung in der Mutterkuhhaltung und die Herausforderungen und Perspektiven der nächsten Jahre.

Fazit:
Mit der Wirtschaftlichkeit der Mutterkuhhaltung wird es in den kommenden Jahren für sehr viele Betriebe schwieriger. Die Abschaffung der gekoppelten Mutterkuhprämie bedeutet laut Kirner einen ersten Rückzug der Politik aus der Landwirtschaft. Die Strategie dahinter ist klar. Es kommt wieder mehr der Markt ins Spiel.
Die Wirtschaftlichkeit der Produktion rückt daher mehr in den Vordergrund. Wer nicht wirtschaftlich produziert, wird andere Alternativen zur Mutterkuhhaltung suchen müssen. Die Arbeitskreis- Kennzahlen zeigen, dass nach dieser Reform nur die besten Betriebe auch wirtschaftlich überleben können. Anders ausgedrückt – die Experten rechnen mit einem Rückgang der Mutterkuhhaltung in Österreich in den nächsten Jahren um bis zu 20 bis 30 Prozent. Oder aber nochmals anders und positiver ausgedrückt: Weiterhin erhältliche Agrarausgleichszahlungen wie die einheitliche Betriebsprämie und die Gelder aus der Säule 2 ( ÖPUL, AZ, Investförderung, etc) sowie eine Betriebsoptimierung, Erwerbskombination oder andere Alternativen wie die Direktvermarktung erlauben es wohl rund zwei Dritteln der Mutterkuhbetriebe, auch mit und nach dieser Reform wirtschaftlich zu überleben.

Aktualisiert am: 14.01.2014 10:38
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