Get it on Google Play

OÖ: Erfolgreiche Ausrottung des Asiatischen Laubholzbockkäfers

Kategorien zum Thema: Forstwirtschaft Wald Top startseite
Konsequente Importholzkontrolle ist aber weiterhin entscheidend um einen Wiederbefall zu vermeiden.
Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist einer der gefährlichsten Laubholzschädlinge der Welt. Foto: bugwood.org
Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist einer der gefährlichsten Laubholzschädlinge der Welt. Foto: bugwood.org
Im Jahr 2012 wurde bei amtlichen Kontrollen im Bereich um St. Georgen bei Obernberg (Bezirk Ried im Innkreis) das Auftreten des Asiatischen Laubholzbockkäfers nachgewiesen. Nach sehr rigorosen Bekämpfungsmaßnahmen kam es in diesem Befallsgebiet zur erfolgreichen Ausrottung des Schädlings, es wurden in den vergangenen vier Jahren keine weiteren Spuren nachgewiesen, teilt Agrarlandesrat Max Hiegelsberger mit. Die Gefahr der Neueinschleppung besteht jedoch weiterhin. Die intensiven Monitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen des Landes Oberösterreich in den vergangenen 15 Jahren zeigen, dass die Forderung nach einer konsequenten und lückenlosen Importholzkontrolle zum Schutz unserer Umwelt nicht überzogen ist, so der Landesrat.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist einer der gefährlichsten Laubholzschädlinge der Welt. Sind Bäume erst einmal befallen, können sie nicht mehr gerettet werden. Der Käfer zählt zu den 100 gefährlichsten Neueinwanderern und gilt in der EU als Quarantäneschädling. Er stammt aus dem südostasiatischen Raum und wurde über Granitstein-Importe in Paletten-Holz eingeschleppt. In Europa sind aktuell 28 Befallsherde bekannt. Drei dieser 28 Herde liegen in Österreich, und alle drei in Oberösterreich.

Im Jahr 2001 wurde im Stadtgebiet von Braunau, erstmalig in Europa, das Auftreten dieses Käfers nachgewiesen. Der Befall konnte erst nach elfjährigen umfangreichen Bekämpfungsmaßnahmen im Jahr 2012 beendet werden. Aktuell wird in Oberösterreich noch das 2013 in Gallspach entdeckte, dritte Auftreten des Schädlings mit hohem Aufwand bekämpft. In diesem Bereich wurden bisher rund 150 Bäume mit Befallssymptomen gefunden und zwischenzeitig mehr als 1.000 Bäume geschlägert. Nach nunmehr dreijährigen Bekämpfungsmaßnahmen ist zwar auch in diesem Gebiet die Anzahl der neu entdeckten Bäume mit Schadsymptomen rückläufig, mit einer Ausrottung des Käfers ist allerdings auf Grund der Größe des Auftretens und der schwierigen Befallsfeststellung frühestens Ende 2020 zu rechnen.

Aktualisiert am: 25.01.2017 15:04
Mehr zum Wald

Die Fichte im Klimawandel richtig behandeln

Was die Fichte aufgrund des Klimawandels möglicherweise erwartet, zeigt ein neues Wachstumsmodell. Die Erkenntnisse daraus dienen als Grundlage für gezielte waldbauliche Präventivmaßnahmen.

Naturnahe Waldbewirtschaftung

Gerade bäuerliche Waldbesitzer mit klaren Zielvorstellungen schaffen oft beste Beispiele für eine gelungene naturnahe Waldbewirtschaftung. Voraussetzungen dafür sind ein guter Blick auf natürliche Prozesse und die Abkehr von der Sparkassenhaltung im Wald.

Aufforsten im Herbst

Die Herbstanpflanzung gewinnt wieder an Bedeutung. Ein Grund dafür ist das oft passendere Wetter als im Frühjahr. Von Vorteil ist auch die Aufteilung der Arbeitsbelastung auf mehr als eine Jahreszeit.

So reduzieren Sie Wildschäden

Wildschäden sind ein Ärgernis zwischen Jägern und Waldbauern, das mehr denn je Zusammenarbeit statt Zwist erfordert. Neben der jagdlichen Regulierung des Wildbestandes führen auch geeignete waldbauliche Maßnahmen zu einer Reduktion von Schäden durch Schalenwild.

Neue Motorsäge 572 XP von Husqvarna

Auf der Forstmesse Luzern (Schweiz) stellt Husqvarna derzeit die nächste Generation von Motorsägen vor. Die Husqvarna 572 XP verfügt unter anderem über eine höhere Schnittleistung und eine verbesserte Kühlung.

So reagiert der Wald auf Trockenheit

Extreme Wetterverhältnisse machen auch der Forstwirtschaft zu schaffen. Die diesjährigen langen Trockenperioden schwächen die Bestände und machen sie angreifbarer für Borkenkäfer. Nicht zu unterschätzen ist auch die Waldbrandgefahr.
Gebrauchtmaschinen