Neue Herausforderungen am Milchmarkt

Die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter zieht für 2017 eine positive Bilanz. Der starke Euro und die hohen Lagerbestände an Milchpulver könnten den Markt 2018 belasten.
VÖM-Präsident Helmut Petschar betont die Bedeutung der Konsumenten für die heimische Milchwirtschaft. Foto: Taferner
VÖM-Präsident Helmut Petschar betont die Bedeutung der Konsumenten für die heimische Milchwirtschaft. Foto: Taferner
Am 4. April 2018 zog Dir. Helmut Petschar als Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) Bilanz über das vergangene Milchjahr. Rückläufige Anlieferungsentwicklungen in wichtigen Produktionsländern der Europäischen Union aufgrund der tiefen Auszahlungspreise, zusätzliche Marktmaßnahmen seitens der Europäischen Union sowie eine bessere ernährungsphysiologische Bewertung von Butter bzw. Milchfett führten gegen Ende 2016 / Anfang 2017 zu einer Stabilisierung des Milchmarktes.

Butterpreise trieben Milchpreis in die Höhe

In Folge der höheren Auszahlungspreise kam es ab Ende 2017 europaweit wieder zu Mehranlieferungen. Dies führte mittlerweile zu einer Korrektur der Butterpreise. Die Preise am Eiweißmarkt kamen nicht vom Fleck, hier bestehen nach wie vor Überschüsse mit äußerst tiefen Preisen. Die positive Entwicklung am Markt war letztlich alleine durch die Butterpreise getragen.

Mehrmengen drücken den Preis

2018 verursacht die hohe Mehranlieferung neue Herausforderungen, die einzelne Molkereien zu Mengenbegrenzungsmaßnahmen veranlasst hat. Die Milchauszahlungspreise mussten in den letzten Wochen etwas zurückgenommen werden.

Mit der Entscheidung, welche Butter aufs Brot kommt, kann der Konsument die heimische Milchwirtschaft stärken oder schwächen. Foto: pixabay
Mit der Entscheidung, welche Butter aufs Brot kommt, kann der Konsument die heimische Milchwirtschaft stärken oder schwächen. Foto: pixabay
Konsumenten können heimische Milchwirtschaft stärken

Die Entwicklung am Milchmarkt wird von der internationalen Entwicklung von Angebot und Nachfrage abhängen, die auch in Österreich die Richtung vorgeben werden. Zunächst stärken die aktuellen Entwicklungen am Butter- und Fettmarkt die Situation, die gute Konjunktur der Weltwirtschaft und gute Exporte lassen auf steigenden Konsum hoffen. Gefahr kommt vom starken Euro, weiters von Maßnahmen durch einzelne Handelspartner und den nach wie vor hohen Interventionsbeständen an Magermilchpulver. Die VÖM geht davon aus, dass weiter mit einer hohen Volatilität am Markt zu rechnen ist.

„Zu einem wesentlichen Anteil wird die Entwicklung der heimischen Milchwirtschaft aber von der Bereitschaft des österreichischen Handels und der heimischen Konsumenten abhängen, inwieweit die höheren Qualitäten der heimischen Milchprodukte im Einkaufsverhalten mitgetragen und abgegolten werden,“ schloss Petschar.

Aktualisiert am: 06.04.2018 10:43
Neues vom Milchmarkt

Preise für Bio-Milch erholen sich

In Deutschland schlug sich die Dürre im Sommer in geringeren Anlieferungsmengen nieder. In den kommenden Monaten sollten die Bio-Milchpreise steigen. Die Aufwärtsentwicklung des deutschen Bio-Milchpreises entlastet auch den österreichischen Markt.

Bayern - Gericht der europäischen Union erlaubt Beihilfen für Milchgüteprüfung

Die EU-Kommission hat gefordert, dass staatliche Gelder für die Milchgüteprüfung zurückgezahlt werden. Dagegen hat Bayern geklagt. Und Recht bekommen.

Vermisstenanzeige für Bio-Milchsee

Aufatmen bei den Bio-Milchbauern. Obwohl der Markt mit Bio-Milch förmlich geflutet wurde, blieb ein Preisabsturz bislang aus. Der Ausblick auf den Bio-Milchmarkt geht der Frage nach, ob die Bio-Milch-Lieferanten mit einem blauen Auge davongekommen sind oder das dicke Ende noch bevorsteht.

Ausfransender Milchmarkt

Grundsätzlich sind die Aussichten für die Milcherzeuger gut, denn bis 2030 dürfte die EU-Milchproduktion auf 180 Mio. to steigen. Trotzdem reißen die Diskussionen rund um die Milchproduktion nicht ab. Bei genauem Hinsehen zeichnen sich die Kontouren möglicher Neuerungen schon ab.

Zurück zum Ursprung fordert täglichen Auslauf

Täglich raus. Das schreiben die Richtlinien von "Zurück zum Ursprung" ihren Milchlieferanten seit Anfang Oktober vor. Osttirols Bergbauern sind von der Verschärfung der Haltungsbedingungen am stärksten betroffen.

Milchmarkt von morgen

Global gesehen sind die Prognosen für die Milcherzeuger überwältigend gut. Harte Auseinandersetzungen werden trotzdem erwartet: über Rezepturen, faire Handelspraktiken und Tierwohl.
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