Mit Pferdefleisch in die Offensive

Nach dem Pferdefleischskandal seien überraschenderweise derzeit viele Konsumenten positiv gegenüber dem Thema Pferdefleisch sensibilisiert, so dass sich jetzt eine neuerliche Offensive Pro Pferd- und Rösslfleisch anbietet, meinen die Verantwortlichen der Landwirtschaftskammer Salzburg.
Versuchen gemeinsam die Vermarktung von Rösslfleisch als Spezialität aus der Region weiter voranzutreiben, der Geschäftsführer des Landespferdezuchtverbandes DI Hans Wieser, Aufsichtsratsobmann Andreas Höllbacher, LK-Vizepräsidentin und Landesbäuerin Elisabeth Hölzl und Gast- und Landwirt und Pferdezüchter Johannes Moßhammer, Plainwirt zu Salzburg.
Versuchen gemeinsam die Vermarktung von Rösslfleisch als Spezialität aus der Region weiter voranzutreiben, der Geschäftsführer des Landespferdezuchtverbandes DI Hans Wieser, Aufsichtsratsobmann Andreas Höllbacher, LK-Vizepräsidentin und Landesbäuerin Elisabeth Hölzl und Gast- und Landwirt und Pferdezüchter Johannes Moßhammer, Plainwirt zu Salzburg.
In der Direktvermarktung von heimischem Rösslfleisch ist das Bundesland Salzburg führend. Nachdem der Landespferdezuchtverband Salzburg schon vor Jahren in einem Gemeinschaftsprojekt mit den Schulen LFS Bruck und HLW Saalfelden das Koch- und Fachbuch „Ross und Rössl“ herausgebracht hatte, wurde das Thema Rösslfleischvermarktung nun von der LK-Salzburg in Zusammenarbeit mit der Gastronomie und den Landespferdezuchtverband neuerlich aufgegriffen.

Rösslfleisch als Spezialität

Die beiden Salzburger Gastronomen Johannes Moßhammer von Gasthof Hotel Plainwirt in Salzburg Bergheim und Hartl Rettensteiner vom Gasthof zum Hias in Rußbach berichteten über ihre jahrelange Erfahrung im Verkauf von Pferdefleisch, und wie es gelungen ist und noch immer gelingt, Konsumenten zum Verzehr dieses erstklassigen heimischen Produkts zu animieren. Die besonderen gesundheitlichen Vorzüge von Rösslfleisch hob die Diätologin der Salzburger Landeskliniken Maria Anna Benedikt hervor. Landwirtschaftskammervizepräsidentin und Landesbäuerin Elisabeth Hölzl hob die Bedeutung der Pferdezucht in der bäuerlichen Landwirtschaft hervor und verwies auf die Wertschöpfung, die von der Pferdewirtschaft aber auch der Direktvermarktung für die Regionen ausgeht.
Schon jetzt wird ein schwaches Drittel aller im Lande Salzburg zur Vermarktung anstehenden Norikerpferde am Wege der Direktvermarktung über die Fleischschiene im Inland vermarket, berichten die Verantwortlichen. Würde es gelingen, die Fleischnachfrage und daher diesbezüglichen Absatzzahlen zu steigern, müssten weniger Tiere in den umstrittenen Export und könnte der Zuchttiermarkt profitieren, da noch stärker selektiert werden könnte.

Köstlich, gesund und aus der Region, ein Schmorbraten vom Rössl aus dem Salzburger Land, serviert im Gasthof/Hotel Plainwirt in Maria Plain bei Salzburg
Köstlich, gesund und aus der Region, ein Schmorbraten vom Rössl aus dem Salzburger Land, serviert im Gasthof/Hotel Plainwirt in Maria Plain bei Salzburg
Pferdeschlachtung nicht forcieren

Wichtig war es allen Verantwortlichen darauf hinzuweisen, dass die Vermarktung von Ross- und Rösslfleisch ausschließlich in der Region der Erzeugung erfolgt. Von genau dieser Regionalität gingen nämlich die maßgeblichen Vorteile wie vermindertes Tierleid, Frische und Gesundheit des Fleisches, erhöhte Wertschöpfung etc. aus. Man propagiere die Direktvermarktung von Rösslfleisch daher keineswegs als Allheilmittel, sondern versuche nur, diese Schiene neben dem eigentlichen Zuchttiermarkt und der Reit- und Sportpferdeschiene als Vermarktungsalternative weiter zu etablieren.

Weitere Infos und Buchtipp:
Ross und Rössl – erhältlich beim Landespferdezuchtverband Salzburg unter 06542 68232 oder Ross und Rössl – erhältlich beim Landespferdezuchtverband Salzburg u nter 06542 68232 oder pferdezucht-austria.at/sbg oder über die Landwirtschaftskammer Salzburg

Aktualisiert am: 23.05.2013 16:44
Landwirt.com Händler Landwirt.com User