Manitou: Erträge 2008 von Finanzkrise und außergewöhnlichen Faktoren beeinflusst

2008 war gekennzeichnet durch einen Rückgang im Baubereich im ersten Quartal, der schnell auf alle Hauptländer Europas im Verlauf des Jahres übergriff.
Das Jahr war ebenfalls gekennzeichnet durch eine drastische Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen im letzten Quartal als Folge der weitreichenden Liquiditätskrise.
In diesem Umfeld schloss MANITOU die Übernahme der US-Firma GEHL ab, das Finanzvolumen betrug dabei 235 Mio. USD.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
· Die Nettoumsätze, die ab 1. November GEHL beinhalten, wuchsen um 1,4 % auf 1,278 Mrd. Euro. GEHL´s Beitrag während der letzten zwei Monate belief sich auf 20 Mio. Euro und konnte nicht ganz den negativen Währungseffekt von 24 Mio. Euro ausgleichen. Der außerordentlich starke Rückgang der Geschäftstätigkeit im vierten Quartal drehte den bis Ende September herrschenden Wachstumstrend (bis dahin +6,6 % Umsatz) um.
Das stabile Niveau der Umsätze in einem schrumpfenden Marktumfeld bestätigt die Richtigkeit der MANITOU-Geschäftsstrategie.
· Das Betriebsergebnis vor Berücksichtigung von Wertminderungen liegt bei 97 Mio. €uro, dies entspricht einer Bruttomarge von 7,6%. Nach einem zufrieden stellenden ersten Halbjahr, in dem die Gruppe eine Marge von 10,5 % (76 Mio. Euro) erzielen konnte, war das Geschäft der zweiten Jahreshälfte stark von der Rezession in der Wirtschaft, besonders im vierten Quartal, und vom negativen Beitrag des kürzlich erworbenen Unternehmens, GEHL beeinträchtigt.
· Die starke Zunahme der Netto-Finanzverbindlichkeiten und Gebühren auf 8,5 Mio. Euro ist auf die Schulden im Zusammenhang mit dem Erwerb von GEHL und den außerordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit Währungs-Hedges (2,5 Mio. Euro) zur Verringer der Anschaffungskosten für GEHL.


Aktualisiert am: 14.04.2009 11:04
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