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Maiswurzelbohrer – Die Situation 2018

Mittlerweile ist der Maiswurzelbohrer schon in ganz Österreich zu finden. Versuche zeigen, wie man der Gefahr Herr werden kann.
Die diesjährigen Schäden hielten sich in Grenzen. Foto: Greimel
Die diesjährigen Schäden hielten sich in Grenzen. Foto: Greimel
In der Steiermark konnten wir dieses Jahr durchschnittlich 2.800 Käfer je Fallenstandort auszählen. Das sind mehr als noch im Jahr davor. Zu Lagerschäden führte die angestiegene Population hingegen nicht. Hinter der Steiermark liegt Niederösterreich mit rund 1.600 gefangenen Käfern, gefolgt von Kärnten mit rund 1.500 Käfern je Fallenstandort. Die Kollegen aus Niederösterreich berichteten auch von Lagerschäden im Raum Sankt Pölten. Verschärft wurde die Situation in diesem Bundesland durch die extreme Trockenheit. Die Oberösterreicher haben rund 600 Käfer je Fallenstandort gefunden. Lager- oder Befruchtungsschäden gab es in Oberösterreich aber dieses Jahr keine. Im Burgenland liegen die Käfer je Fallenstandort bei 900. Die Basis für das Monitoring sind die Käferfänge des jeweiligen Pflanzenschutzdienstes der Bundesländer. Bei Käferfangzahlen von über 4.000 je Falle, wie sie im Raum Sankt Pölten sowie in der Südsteiermark erreicht wurden, empfiehlt der Warndienst der Landwirtschaftskammer (LK) einen Fruchtwechsel für das darauffolgende Jahr.

Biologisch versus chemisch
Die LK Steiermark führt seit drei Jahren Maiswurzelbohrerversuche an zwei Standorten durch. Hier berücksichtigen wir neben der Fruchtfolge (100 % Mais, 66 % Mais im Wechsel mit Sorghum-Hirse) und dem Einsatz von Insektiziden auch den Anbauzeitpunkt. Bei den einzelnen Varianten kommen sowohl biologische als auch chemische Pflanzenschutzmaßnahmen zum Einsatz. Bei den biologischen Varianten wurden 2018 der insektenpathogene Pilz GranMet-P, SoilTonic G (ein Zeolithgranulat mit Pflanzenextrakten und Spurenelementen) und SoilTonic in flüssiger Form sowie insektenpathogene Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) verwendet. Bei den chemischen Wirkstoffen kamen Belem 0,8 MG (Cypermethrin), Force 1,5 WG (Tefluthrin) und Diastar Maxi (Tefluthrin) sowie mit Poncho Pro gebeiztes Saatgut zum Einsatz.

Kaum Schäden
An beiden Standorten konnten wir nur sehr schwache Symptome hinsichtlich Lager erkennen und zwischen den Varianten keine Unterschiede ausmachen. Selbst zwischen der Variante mit der Fruchtfolge und der Maismonokultur war optisch kein Unterschied zu erkennen.

Mehr über den Maiswurzelbohrer, die diesjährige Situation und wie die Bekämpfungsversuche gelaufen sind lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 23/2018.
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Aktualisiert am: 23.11.2018 09:06