MMA führt zu schlechterer Lebensleistung

Fieberhafte Puerperalstörungen beim Schwein zählen zu den wirtschaftlich bedeutsamen Erkrankungen der Sauen. Ein Versuch zeigt das Ausmaß dieser Leistungseinbußen.





Die Zugabe von Ferkelmilch kann den durch MMA entstehenden Milchmangel nicht ausgleichen.
Die Zugabe von Ferkelmilch kann den durch MMA entstehenden Milchmangel nicht ausgleichen.
Aus der Zusammenstellung aller negativen Auswirkungen der Puerperalerkrankung (Anstieg der Ferkelverluste um 4 bis 5 %, geringere Absetzgewichte, Erhöhung der Umrauscherrate um bis zu 5,5 %, mehr Verferkelung und Verendungen, 0,25 bis 0,36 lebend geborene Ferkel im Folgewurf weniger, 5 bis 10 Ferkel geringere Lebensleistung) wird die große betriebswirtschaftliche Bedeutung des „MMA-Komplexes“ deutlich. Insbesondere in Betrieben mit dem Bestandsproblem „MMA“, bei denen häufig zwischen 20 und 30 Prozent (oder noch mehr) der Sauen davon betroffen sind, schmälert die Erkrankung den wirtschaftlichen Erfolg.

Wegen der großen ökonomischen Bedeutung der MMA muss der Schwerpunkt der Krankheitsbekämpfung auf die Prophylaxe durch Umweltgestaltung (Hygiene im Abferkelstall: Alle raus – alles rein-Prinzip, Reinigung und Desinfektion vor Belegung, Stallklima und Lüftung, Tränkwasserversorgung) sowie auf eine möglichst schnelle Erkennung und Behandlung der Krankheit (Rektaltemperaturkontrolle, zügige Gabe eines wirksamen Antibiotikums) gerichtet werden.

Autor: Prof. Dr. Steffen Hoy, Universität Gießen


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Aktualisiert am: 12.05.2005 16:04
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