MF 6616 Dyna 6 bei der Probefahrt

Massey Ferguson hat eine neue Traktorserie. Sie trägt die Bezeichnung 6600 und ist technisch so wandlungsfähig wie ein Chamäleon.
Die Serie 6600 umfasst fünf neue Traktoren im Nennleistungsbereich von 110 bis 150 PS.
Die Serie 6600 umfasst fünf neue Traktoren im Nennleistungsbereich von 110 bis 150 PS.
Bislang hat Massey Ferguson seine stufenlosen Traktoren und seine geschalteten Traktoren mit einer eigenen Serienbezeichnung unterschieden. Damit ist nun Schluss. So hat Massey Ferguson bereits letztes Jahr mit der Serie 7600 diese Tradition aufgegeben und unter der gleichen Bezeichnung Traktoren mit den beiden Getriebevarianten angeboten. Mit der Präsentation der Serie MF 6600 verfolgt der Hersteller die neue Strategie weiter. So sind die neuen Traktoren mit drei verschiedenen Getriebevarianten erhältlich.

Massey Ferguson ist bekannt für seinen hohen Kabinenkomfort.
Massey Ferguson ist bekannt für seinen hohen Kabinenkomfort.
Fünf neue Modelle
Insgesamt umfasst die Serie 6600 fünf neue Traktoren im Nennleistungsbereich von 110 bis 150 PS. Angetrieben werden alle Typen von einem 4,9 l großen Vierzylinder aus der konzerneigenen Motorenschmiede von AGCO Power. Beeindruckend ist die gewaltige Überleistung dieser Motoren. So leistet das Topmodell, der MF 6616 mit Motor-Power-Management, sage und schreibe 185 PS. Damit ist der Massey Ferguson 6616 der derzeit stärkste Vierzylindertraktor auf dem Markt. Leider ist diese Überleistung im Moment aber nur auf den geschalteten Modellen erhältlich. Natürlich erfüllen alle neuen Modelle die aktuelle Abgasnorm 3B. Dabei setzt Massey Ferguson bei der Abgasnachbehandlung auf SCR mit Ad-Blue.

Armlehnenbedienung: Frontlader-Joystick mit Getriebefunktionen.
Armlehnenbedienung: Frontlader-Joystick mit Getriebefunktionen.
Drei Getriebe möglich
Wie schon erwähnt, ist die neue Serie 6600 von Massey Ferguson mit drei verschiedenen Getriebeausstattungen erhältlich. In der einfachsten Ausstattung ist der MF 6600 mit dem bekannten Dyna-4-Getriebe ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein Getriebe mit vier Gruppen und vier Lastschaltstufen. Selbstverständlich verfügt das Getriebe über eine Wendeschaltung, bei der die 16 Gänge auch rückwärts zur Verfügung stehen. Wer mehr möchte, kann auf das ebenfalls bekannte Dyna-6-Getriebe zurückgreifen. Hier stehen dem Fahrer ebenfalls vier Gruppen, aber mit sechs Lastschaltstufen zur Verfügung. Das Getriebe kann wahlweise als 40 km/h- oder 50 km/h-Variante geordert werden. Beide Endgeschwindigkeiten werden mit reduzierter Motordrehzahl erreicht.
Beide Getriebe können auch mit einem Kriech- oder einem Superkriechganggetriebe ausgerüstet werden. Außerdem bieten beide Getriebevarianten die Möglichkeit, die Kupplung per Bremspedal zu bedienen. Damit lässt sich der Traktor komfortabel wie ein Pkw mit Automatikgetriebe fahren. Wessen Ansprüche aber noch höher sind, dem bietet Massey Ferguson die neue Serie 6600 auch mit einem stufenlosen Getriebe an. Es trägt den Namen Dyna-VT und kommt aus dem deutschen Marktoberdorf. Dementsprechend sind die Vorteile dieses Getriebes ebenfalls bereits bestens bekannt. Doch hat das stufenlose Fahren bei Massey Ferguson auch zwei Nachteile. So muss der Fahrer einerseits auf die gewaltige Überleistung verzichten. Andererseits stehen ihm nur drei Zapfwellengeschwindigkeiten zur Verfügung.
Bei der geschalteten Ausführung kann der Kunde neben den beiden serienmäßigen Normdrehzahlen auch eine Ausführung mit vier Zapfwellengeschwindigkeiten anfordern.

Einen ausführlichen Fahrbericht mit weiteren detaillierten Informationen können Sie in unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“ (Ausgabe 11/2013) lesen.

Aktualisiert am: 17.05.2013 15:50
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