Kompoststall: Ein System mit hohem Kuhkomfort

Kategorien zum Thema: Rinder Milchvieh Klauenpflege
In Israel und den USA haben sich Kompostställe schon lange etabliert. Mittlerweile sammeln auch einige österreichische Landwirte Erfahrungen mit dem System. Das Stallsystem punktet vor allem beim Kuhkomfort. Die Kosten für die Einstreu sind jedoch zum Teil sehr hoch.
Haltung auf Kompost bietet den Kühen viel Komfort.
Haltung auf Kompost bietet den Kühen viel Komfort.
Kompostställe für Milchvieh werden in Mitteleuropa immer beliebter. Ein Kompoststall ist eine Zweiflächenbucht, bei der die Liegefläche mit Sägespänen, Hobelspänen oder feinen Hackschnitzeln eingestreut wird. Der Fressgang kann planbefestigt oder als Spaltenboden ausgeführt sein. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt zwischen dem Lehr- und Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein (LFZ) und der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) wurden unter anderem die Themenbereiche Technopathien, Tierverschmutzung, Liegeverhalten und die aktuelle Lahmheitssituation in Kompostställen beleuchtet. Von großer Relevanz in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit des Kompoststallsystems ist aber die Verfügbarkeit günstiger Einstreumaterialien. Dabei waren im zeitlichen Verlauf und in unterschiedlichen Regionen in letzter Zeit Preise von 6 bis 23 Euro/m³ Sägespäne zu beobachten.


Konsequenter Aufbau
Betriebe, die sich für einen Kompoststall entscheiden, müssen die Liegeflächen konsequent aufbauen und belüften, damit das System funktioniert. Zu Beginn wird mit einer ca. 25 bis 30 cm hohen Einstreu-Matratze gestartet. Diese streuen die Landwirte alle zwei bis sieben Wochen mit einer Einstreumenge von zirka 0,4 bis 1,3 m³/Tier nach und lockern das Liegeflächenmaterial ein- bis zweimal täglich mit einem Grubber oder Kultivator bis zu einer Tiefe von 20 bis 25 cm. Der anfallende Kot und Harn wird dadurch eingearbeitet. Von großer Relevanz in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit des Kompoststallsystems ist aber die Verfügbarkeit günstiger Einstreumaterialien. Dabei waren im zeitlichen Verlauf und in unterschiedlichen Regionen in letzter Zeit Preise von 6 bis 23 Euro/m³ Sägespäne zu beobachten.

Autoren: DI Dr. Elfriede OFNER-SCHRÖCK, LFZ Raumberg-Gumpenstein und Dr. Michael ZÄHNER, ART Reckenholz-Tänikon

Den gesamten Beitrag finden Sie in der Ausgabe 13/2013 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 01.07.2013 22:41
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