Klimawandel: Tipps zu Jagd und Forststraßenpflege

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In Zeiten des Klimawandels ist nicht nur die richtige Baumartenwahl wichtig. Auch ein angepasster Jagddruck und eine sorgfältige Forststraßenpflege sind entscheidend.
Tanne und Buche werden in niederen Höhenklassen ohne entsprechenden Jagddruck stark verbissen. Foto: Jäger
Tanne und Buche werden in niederen Höhenklassen ohne entsprechenden Jagddruck stark verbissen. Foto: Jäger
Baumarten wie die Tanne und die Buche von der Verjüngung in den Endbestand zu bekommen, erfordert den Verbissdruck der Schalenwildarten zu reduzieren. Dasselbe gilt für Schäl- und Fegeschäden. Laut der sogenannten Mariazeller Erklärung aus dem Jahr 2012 und dem weiterführenden Forst-Jagd-Dialog haben sich Repräsentanten von Forst und Jagd aus ganz Österreich unter anderem folgende Ziele gesetzt: Die Verjüngung der am Standort typisch vorkommenden Baumarten soll grundsätzlich dem natürlichen Potenzial entsprechen können. Die Wildbestände sollen derart gestaltet sein, dass Schutzmaßnahmen nicht die Regel, sondern die Ausnahme darstellen. Laut dem österreichischen Wildeinflussmonitoring, das vom Österreichischen Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) durchgeführt wird, weisen rund drei Viertel der untersuchten Flächen im Altbezirk Mürzzuschlag einen starken Wildeinfluss auf. Starker Wildeinfluss wird so interpretiert, dass der Verjüngungszeitrum erheblich verlängert wird und Mischbaumarten ausfallen bzw. im Höhenwachstum zurückbleiben.

Mehr über den Verbissdruck und warum sich eine sorgfältige Forstraßenpflege bezahlt macht, lesen Sie im LANDWIRT 17/2018.
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Aktualisiert am: 23.08.2018 21:00