Klauenpflege: Der „Lebenslauf“ der Klaue

Klauenerkrankungen zählen zu den drei häufigsten Abgangsursachen bei Rindern. Nicht jedes Rind, welches beim Kauf ohne erkennbare Lahmheit ist, muss deswegen auch frei von Klauenerkrankungen sein. Die AÖK bietet eine neue Möglichkeit, die Geschichte der Klauen für Käufer und Verkäufer transparenter zu machen.
Die Klauenpfleger der AÖK bieten ein neues Service: Sie führen ein Protokoll über die Klauenprobleme – Käufer können somit den Werdegang der Kuh nachvollziehen.
Die Klauenpfleger der AÖK bieten ein neues Service: Sie führen ein Protokoll über die Klauenprobleme – Käufer können somit den Werdegang der Kuh nachvollziehen.
Sicherlich wird man sich von der Vorstellung der „perfekten Klauen“ ein wenig verabschieden müssen, denn ein Protokoll ohne eingetragene Veränderungen wird es wohl kaum geben. Umso wichtiger wird es sein, die Eintragungen zu verstehen und richtig werten zu können. Um die Klauenpflegeprotokolle interpretieren zu können, wurde von der AÖK ein „Leitfaden Klauenpflegeprotokoll“ erstellt. Dieser Leitfaden kann über die Homepage der AÖK ( www.klauenpflege.at) heruntergeladen werden. Weiters ist die AÖK bei den steirischen Zuchtrinderversteigerungen mit einem Informationsstand vor Ort.
Umso erfreulicher ist es, dass bereits jetzt Interesse von Seiten der Landwirtschaftsschulen vorhanden ist, ihre Schüler mit der Funktionellen Klauenpflege und dem neuem Klauenpflegeprotokoll vertraut zu machen. Die Landwirtschaftliche Fachschule Alt-Grottenhof war die erste, die bereits zwei Kurse für den Betriebsleiterlehrgang organisiert hatte.
Dieses Interesse der Jugend gibt Zuversicht, dass auch in Zukunft der hohe Stellenwert der Klauenpflege erhalten und ausgebaut werden wird.

Fazit:
Durch das Versteigerungsprotokoll kann für den Verkäufer der Wert des Rindes deutlich gesteigert werden. Vor allem aber profitiert der Käufer durch das Wissen über den Klauenzustand des Versteigerungstieres.

Was ist die AÖK?
Die AÖK (Arbeitsgemeinschaft österreichischer Klauenpfleger) koordiniert die Aus- und Weiterbildung der Klauenpfleger um so eine ständige Qualitätsverbesserung der Klauenpflege erreichen. Zudem soll der Verein das Berufsbild des Klauenpflegers in der landwirtschaftlichen Bevölkerung stärken. Die Gemeinschaft zählt Mitglieder aus ganz Österreich, Deutschland und Südtirol. Im August 2006 organisierte die AÖK ein internationales Klauenpflegertreffen in Salzburg. Über hundert Klauenpfleger aus elf Nationen nahmen an dieser Tagung teil. Neben interessanten Fachvorträgen konnte neu erworbenes Wissen in verschiedenen Workshops umgesetzt werden.
Bei der AÖK erhalten Sie auch die DVD „Körperhaltung und Lahmheiten“.

Mehr Informationen finden Sie unter www.klauenpflege.at bzw. erhalten Sie direkt beim Obmann der AÖK Robert Pesenhofer ( vet.pesenhofer@aon.at, 0664-5402528)

Autoren: Robert PESENHOFER, Arbeitsgemeinschaft österreichischer Klauenpfleger und Univ. Prof. Dr. Johann KOFLER, Veterinärmedizinische Universität Wien


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Aktualisiert am: 07.07.2008 11:16
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