John Deere DirectDrive Doppelkupplungsgetriebe

Zur Agritechnica 2011 hat John Deere das Doppelkupplungsgetriebe DirectDrive mit Achtfach-Lastschaltung angekündigt. Ab Oktober 2012 soll dieses für die Sechszylinder-Modelle der 6R-Reihe zur Verfügung stehen (6140R – 6210R).
John Deere DirectDrive Doppelkupplungsgetriebe
John Deere DirectDrive Doppelkupplungsgetriebe
Einen hohen Fahrkomfort wie beim stufenlosen AutoPowr und einen hohen Wirkungsgrad wie beim AutoQuad mit Vierfach-Lastschaltung verspricht John Deere mit dem neuen Doppelkupplungsgetriebe DirectDrive. Ganz neu sind Doppelkupplungsgetriebe in der Landtechnik zwar nicht, mit der Realisierung einer Achtfach-Lastschaltung auf dieser Technologiebasis, sowie mit der elektromagnetischen Betätigung der dazugehörigen synchronisierten Schaltstellen beschreitet John Deere aber dennoch neue Wege im Traktorbau.

Das Prinzip der Doppelkupplung
Doppelkupplungsgetriebe bestehen grundsätzlich aus zwei unabhängigen Teilgetrieben, welche über je eine Kupplung mit dem Motor verbunden sind. Das eine Teilgetriebe enthält die ungeraden (1, 3, 5…), das andere die geraden Gänge (2, 4, 6…). Beim Schalten wird zuerst der nächste Gang im freien Teilgetriebe über synchronisierte Schaltstellen vorgewählt, anschließend erfolgt die Lastübergabe zwischen den beiden Kupplungen. Dieser Vorgang erfolgt sehr schnell und ohne Zugkraftunterbrechung, die entsprechenden Gänge sind dadurch lastschaltbar. Die Kupplungen können grundsätzlich auch als Anfahrelemente verwendet werden.

Schnelle Schaltvorgänge durch Elektromagnete
Beim DirectDrive-Getriebe von John Deere werden diese Kupplungen nur zum Schalten verwendet. Für das Anfahren und den Fahrtrichtungswechsel kommt die aus den PowrQuad-Getrieben bekannte Reversier- und Kupplungseinheit zur Anwendung (Perma-Clutch, innen- und außenkämmende Planetenräder, Lamellenbremse). Diese Einheit ist hier direkt am Getriebeeingang angeordnet. Unmittelbar danach folgt der lastschaltbare Getriebeteil (Mitte) mit den Doppelkupplungen und den acht synchronisierten Schaltstellen. Zusammen mit dem ebenfalls synchronisierten Gruppengetriebe ergeben sich insgesamt 24 Gänge vorwärts und rückwärts. Die Betätigung aller synchronisierten Schaltstellen durch Elektromagnete erlaubt hohe und von der Getriebeöltemperatur unabhängige Schaltgeschwindigkeiten.

Landtechnikexperte Roger Stirnimann beschreibt in einem Artikel in der Ausgabe 07/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“ den Aufbau, die Funktion sowie die Bedienung dieses neuen John Deere-Getriebes.

Aktualisiert am: 28.03.2012 08:09
Landwirt.com Händler Landwirt.com User