Jahreshauptversammlung des Vereines der Murbodner Züchter

Murbodner und Tann gehen Erfolgsweg weiter.
Vor vollem Haus erfreuten sich Vorstand und Mitglieder des Vereins der Murbodner Züchter über ihre gelungene Kooperation mit Spar/TANN.
Vor vollem Haus erfreuten sich Vorstand und Mitglieder des Vereins der Murbodner Züchter über ihre gelungene Kooperation mit Spar/TANN.
Bei der heurigen Jahreshauptversammlung des Vereins der Murbodner Züchter konnte Obmann Johann Hörzer vor einem vollen Saal sprechen. Rund 200 Mitglieder kamen, um aus dem Munde des Obmanns Neues zur Zusammenarbeit mit Spar/Tann und der Murbodner Qualitätsfleischschiene zu erfragen. Obmann Hörzer und der zuständige Tann Graz Standortleiter Siegfried Weinkogl berichteten von einer Verarbeitung von rund 700 Ochsen im letzten Jahr, zudem wurden rund 400 Kühe geschlachtet, deren Vorderviertel und Rippen ebenfalls bei Tann zu Murbodner Wurstprodukten verarbeitet wurden.
Der erfolgreiche und partnerschaftliche Weg solle weiter gegangen werden, betonten beide Vortragenden unisono. Im heurigen Jubiläumsjahr 50 Jahre Tann werden das Murbodner Rindfleisch und die Wurstwaren als Regionalspezialitäten verstärkt von Tann mitbeworben und als Imageprodukte eingesetzt.

Zucht läuft
Zuchtleiter DI Franz Pirker von der Rinderzucht Steiermark stellte die aktuellen Murbodner Bestandszahlen vor (1000 Aufzuchttiere, 3898 Kühe Fleisch, 245 Kühe Milch und 209 Zuchtstiere) und berichtete von einem neuen Zuchtprojekt, bei dem neben dem Inzuchtgrad neue zusätzliche Leistungsparameter in die Anpaarungsempfehlungen einfließen sollen.
Dankesworte gab es von Seiten des Murbodner –Vereins für die gute Zusammenarbeit mit der Rinderzucht Steiermark. Weniger zufriedenstellend laufe es da schon für die niederösterreichischen Murbodner Züchter in ihrer Zusammenarbeit mit der NÖ-Genentik, stellte Hörzer fest. Hier müsse man am Drücker bleiben, und, sollte sich die Zusammenarbeit nicht bessern, das deutliche Gespräch suchen.

Zur Politik
Vereinsobmann Johann Hörzer konnte den anwesenden Mitgliedern die freudige Nachricht überbringen, dass es laut steirischen Tierzuchtdirektor Johann Bischof im neuen ÖPUL wieder eine entsprechend gut dotierte Generhaltungsförderung für die Murbodner Rasse geben werde. Dieser Botschaft kommt in Hinblick auf die geplante Abschaffung der Mutterkuhprämien im Zuge des Fördermodellwechsels hin zum Regionalmodell eine große Bedeutung zu, soll doch die allgemeine Prämienerlössituation für viele Rinderzüchter in Zukunft tendenziell schlechter werden.
Mutterkuhhaltung und Fleischrinderzucht seien ein wichtiger Faktor für die Erhaltung des ländlichen Raums in vielen Regionen Österreichs und müssen daher auch im Zuge der Verteilung der Agrargelder entsprechend bedachte werden, stellte Obmann Johann Hörzer in aller Klarheit fest, denn, wo einmal die Stalltüren zu sind, dort gingen sie nie mehr auf.
Der Verein der Murbodner Züchter setze sich für seine Bauern ein und könne mit den Vermarktungsprogrammen Perspektiven für die Rinderbauern bieten. Es sei aber jetzt vor allem die Politik gefordert, diesen Weg auch mitzugehen, so der Obmann abschließend.


Aktualisiert am: 05.03.2013 10:59
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