Holzmarkt 2010

Wie sich der Holzmarkt entwickeln wird, ist fraglich. Experten sind sich aber einig, dass man mit einem verhaltenen Optimismus ins Jahr 2010 gehen kann.
In Österreich ist die Schnittholzproduktion von 10,8 Mio. m³ im Jahr 2008 auf 8,4 Mio. m³ im Jahr 2009 zurückgegangen.
In Österreich ist die Schnittholzproduktion von 10,8 Mio. m³ im Jahr 2008 auf 8,4 Mio. m³ im Jahr 2009 zurückgegangen.
Im Jahr 2007 wurden in Europa 90 Mio. Kubikmeter (m³) Nadelschnittholz produziert, im Jahr 2009 waren es 71 Mio. m³ und für 2010 werden 75 Mio. m³ erwartet. In Österreich ist die Schnittholzproduktion von 10,8 Mio. Kubikmetern im Jahr 2008 auf 8,4 Mio. im Jahr 2009 zurückgegangen. Ausgelöst wurde dieser Rückgang durch die stark fallenden Exporte nach Japan (minus 30 %) und vor allem in die USA (minus 85 %). Die Länder des Nahen Ostens haben um 50 % mehr Holz aufgenommen als im Jahr 2007, sodass der Nachfrageimpuls der vergangenen Monate vor allem aus dieser Region gekommen ist.
Der Industrieholzmarkt gewinnt wieder an Dynamik. Die Absatzmöglichkeiten von Schleifholz haben sich bei gestiegenen Preisen deutlich gebessert. Der Absatz von Buchenfaserholz läuft bei stabilen Preisen momentan ebenfalls gut.
Im gesamten Energieholzmarkt ist ein deutlicher Aufwind spürbar. Der steigende Bedarf in der Heizsaison und der laufende Bedarf von Großabnehmern sorgen für eine stabile Nachfrage. Der Bedarf der Haushalte an trockenem Ofenholz war bereits in den Herbstmonaten groß.

Anpassung an Marktbedingungen
Für die Waldbesitzer bedeutet die unsichere Lage im kommenden Jahr eine möglichst gute Anpassung des Einschlages an die Marktbedingungen, um flexibel auf die Absatzlage reagieren zu können und einen möglichst hohen Erlös für das Rundholz zu erzielen. Auch schätzen Experten den Holzabsatz im nächsten Herbst und Winter als relativ stabil ein, der Wirtschaftsaufschwung sollte sich bis dahin bemerkbar machen. Fachleute empfehlen, Holz ausschließlich auf bestehende Verträge einzuschlagen, um einem neuerlichen Preisverfall vorzubeugen. Bei Verkäufen ist höchstes Augenmerk auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme zu legen.

Autorin: Reinhild JÄGER, Oberaich


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Aktualisiert am: 21.12.2009 10:06
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