Gute Euterentwicklung durch energiereiche Fütterung

Der Einfluss der Fütterung auf die Milchleistung beginnt nicht erst bei der Milchkuh. Bereits die Versorgung der Kälber in den ersten Lebenswochen mit ausreichend Energie ist für Euterentwicklung und Milchleistung der späteren Milchkuh maßgeblich verantwortlich.
Gute Energieversorgung in den ersten Lebenswochen beeinflusst die Bildung von Parenchym.
Gute Energieversorgung in den ersten Lebenswochen beeinflusst die Bildung von Parenchym.
Es ist bekannt, dass die Heritabilität, das heißt der Erblichkeitsgrad für die Milchleistung von Rindern bei etwa 30 % liegt. Die restlichen 70 % lassen sich durch Fütterung, Haltung und andere Umweltfaktoren steuern. In den vergangenen Jahren wurden häufig Ergebnisse aus einer Reihe von Versuchen zur metabolischen Programmierung zitiert, die einen positiven Einfluss des Ernährungsniveaus von weiblichen Kälbern in den ersten Lebenswochen auf die spätere Milchleistung dieser Tiere gezeigt haben. Es gibt aber ebenso Studien zu diesem Thema, bei denen solche Zusammenhänge nicht gefunden wurden. Es ist ein Zeichen dafür, dass hier noch sehr viel Forschungsbedarf notwendig ist, um die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung besser erklären zu können. Zwei Dinge sind hierbei immer zu bedenken. Erstens gibt es, um bei dem Beispiel Milchleistung zu bleiben, eine Vielzahl von Faktoren, die darauf positiv wirken und sich teilweise auch noch wechselseitig beeinflussen können, sodass es am Ende schwer ist zu sagen, welche Faktoren denn wirklich für die höhere Leistung verantwortlich waren.

Autor: Dr. Hans-Jürgen Kunz, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, (D)

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 21 von „Der fortschrittliche Landwirt“

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Aktualisiert am: 18.10.2011 22:20
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