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Gülleverschlauchung als Alternative

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Wo große Traktoren mit noch größeren Güllefässern über die Felder fahren, sind Schadverdichtungen immer wieder ein Problem. Für so manchen Landwirt ist die Gülleverschlauchungsgemeinschaft eine Alternative.
Mit etwas Erfahrung funktioniert die Verschlauchung auch im Maisbestand. Foto: Böck
Mit etwas Erfahrung funktioniert die Verschlauchung auch im Maisbestand. Foto: Böck
Ursprünglich für Bergbetriebe entwickelt, hat sich die Gülleverschlauchung nun auch auf flacheren Standorten durchgesetzt. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand: Weniger Bodenverdichtungen, ein geringerer Zugkraftbedarf und weniger Gefahr auf Steilflächen. Doch billig sind die Systeme nicht. Mit Kosten von 100.000 Euro aufwärts muss man bei einer Neuanschaffung rechnen. Aber eine eigene Anlage ist hierbei nicht notwendig. Diverse Maschinenringe (MR) bieten die Neugründung von Gemeinschaften an – vom gemeinschaftlichen Einkauf über die Planung bis zur Verrechnung.

Kein Abfallprodukt
Ein Mitglied einer Verschlauchung ist Johann Oberhummer aus Niederthalheim. „Meine Flächen von 25 ha sind zum größten Teil arrondiert. Daher funktioniert das bei mir ganz gut.“ Oberhummer hat 40 Zuchtsauen und 250 Mastplätze. Für Oberhummer war neben dem geringeren Bodendruck auf den Flächen die fehlende Eigenmechanisierung der Grund für den Einstieg in die Gemeinschaft. „Mein größter Traktor hat 80 PS. Die Ausbringung der Gülle mit meinem 5.000 Liter Güllefass hat sich immer ewig hingezogen. Die Wirtschaftlichkeit des Systems stand für Oberhummer immer außer Frage. Ein gleichwertiges Fasssystem wäre eine zu große Investition gewesen. Denn neben dem Fass hätte der junge Landwirt auch einen neuen und größeren Traktor benötigt. Für Oberhummer stellt seine Gülle kein Abfallprodukt sondern einen wertvollen Dünger dar. Daher ist er auch darauf bedacht, die Gülle bedarfsgerecht auszubringen.
Beim Wintergetreide gibt Oberhummer die Gülle meist im Herbst noch in den stehenden Bestand. Von einer Gabe vor der Saat oder gar vor dem Pflügen hält er hingegen nur wenig. Bei der Zwischenfrucht arbeitet Oberhummer ähnlich. Erst wenn der Bestand eine gewisse Höhe aufweist, fährt er mit der Verschlauchung hinein.

Mehr zum Thema Verschlauchung und wie Sie damit auch in den stehenden Maisbestand fahren können lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 24/2017.
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Aktualisiert am: 06.12.2017 08:39