Grünland mit Konzept bewirtschaften

Betriebe, die viel Milch und Fleisch aus dem Grundfutter erzeugen, leisten schon seit vielen Jahren vorbildliche Arbeit auf ihren Grünlandflächen. Ihr Konzept beginnt bei der Planung im Frühjahr.
Betriebe, die ihr Grünland mit Konzept bewirtschaften, haben mehr Erfolg.
Betriebe, die ihr Grünland mit Konzept bewirtschaften, haben mehr Erfolg.
Besonders wichtig ist das erste Begehen und Beurteilen der Grünlandflächen. Jeder Landwirt soll realistisch schätzen können, wie sehr sein Grünland seit der letzen Begehung oder seit dem letzten Frühjahr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Narbenschäden können unterschiedliche Ursachen haben. Frostschäden, Erdhaufen von Wühlmäusen oder Beweidung bei extrem nasser Herbstwitterung können Gründe für die Schäden sein. Sind handtellergroße Blößen regelmäßig anzufinden, sollte unbedingt eine Nachsaat erfolgen. Das Gesamtausmaß der Kahlstellen soll nicht mehr als 10 % der kompletten Fläche betragen.

Erkennen und reagieren
Besondere Vorsicht ist bei ausläufertreibenden Unkräutern oder –gräsern wie z.B. der Gemeinen Rispe geboten. Sie kann die auftretenden Lücken gut und zügig schließen und den Feldaufgang von nachgesäten Gras- und Kleearten unterdrücken. Zudem kann die Gemeine Rispe einem Landwirt im Frühjahr auch eine wunderbar geschlossene Grasnarbe bieten. Böses Erwachen tritt immer erst bei den Folgeschnitten nach der ersten Mahd auf. Die Erträge nehmen nämlich von Schnitt zu Schnitt deutlich ab. Die Grasnarbe schaut aber trotzdem wunderbar geschlossen aus.

Autor: Michael Schilling, Edelschrott

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 4 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:




Aktualisiert am: 06.02.2012 14:18
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