Gezielter Einsatz von Silierhilfsmitteln sichert Silagequalität

Bei optimalem Einsatz von Siliermittelzusätzen kann die Silagequalität gesichert oder sogar verbessert werden.
Von rund 6 Millionen Tonnen anfallender Futtertrockenmasse aus dem wirtschaftseigenen Grünlandfutter Österreichs entfallen bereits 50 % auf die Silage.
Von rund 6 Millionen Tonnen anfallender Futtertrockenmasse aus dem wirtschaftseigenen Grünlandfutter Österreichs entfallen bereits 50 % auf die Silage.
Wenn eine gute bis optimale Witterung vorherrscht, ist es bei Einhaltung der Silierregeln möglich, aus unserem Dauergrünlandfutter stabile, buttersäurefreie Silagen ohne Nacherwärmung mit einer Energiedichte von mehr als 6,0 MJ NEL / kg TM zu erzielen.

Bakterienimpfkulturen (Milch-, Essigsäure- und Propionsäurebildner) können unter besten Silierbedingungen (sauberes, leicht silierfähiges, auf 30–35 % TM angewelktes und gut verdichtetes Siliergut) eine Verbesserung der Verdaulichkeit und des Energiegehaltes sowie eine Futteraufnahmesteigerung ermöglichen. Beim Einsatz von heterofermentativen Milchsäurebakterienstämmen wird Essigsäure gebildet, die nach dem Öffnen des Silos die Vermehrung von Hefen hemmt und somit einen Schutz vor Nacherwärmung bieten kann.

Die Produktion von qualitativ hochwertigen Grassilagen mit einer Futterenergie über 6,0 MJ NEL verlangt sorgfältige und genaue Arbeit sowie hohes Fachwissen im Bereich der Bestandesführung, Ernte- und Siliertechnik sowie der Siliermittelanwendung. Die Einhaltung der elementaren Silierregeln ist und bleibt dabei die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Futterkonservierung.

Autor: Ing. Reinhard Resch, HBLFA Raumberg-Gumpenstein




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Aktualisiert am: 26.04.2005 16:37
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