Getreideunkrautbekämpfung nach Leitunkräutern ausrichten

Die relativ warmen Wintertemperaturen haben Auflauf und Wachstum von Ungräsern und Unkräutern gefördert. Der Wahl des richtigen Herbizides ist besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Zudem gibt es für die Saison 2012 einige Neuheiten.
Ein hoher Wintergetreideanteil begünstigt das Auftreten von Windhalm.
Ein hoher Wintergetreideanteil begünstigt das Auftreten von Windhalm.
Die trockenen Bedingungen im Herbst 2011 ermöglichten einen problemlosen Anbau von Wintergetreide, wobei sich nördlich der Alpen die enorme Trockenheit anfangs negativ auf die Pflanzenentwicklung auswirkte.
Durch die milden Temperaturen war auch die Unkrautentwicklung begünstig. Somit gilt es jetzt im Frühling rechtzeitig die Bestände zu kontrollieren, um eine Behandlung gegen Unkräuter und Ungräser richtig zu terminieren oder eine mögliche Nachbehandlung zu planen.

Leitunkräuter definieren
Von Vorteil ist es, die Unkrautbekämpfung nach Leitunkräutern auszurichten. Die Vorfrucht bzw. die Intensität bestimmter Kulturen in der Fruchtfolge bestimmen die Verunkrautung in Getreidefeldern. So treten beispielsweise in Raps- und Wintergetreide-intensiven Fruchtfolgen häufig winterharte Unkräuter, wie z.B. Klettenlabkraut und Kamille, aber auch Taubnessel, Vogelmiere und Ackerstiefmütterchen auf.

In Wintergetreide sind als Spezialisten bei Kamille allgemein die Sulfonylharnstoffe anzusehen, wobei auch Harnstoffderivate (Isoproturon bzw. Chlortoluron) eine gute Wirkung zeigen. So kann beispielsweise mittels Alon flüssig, Protugan oder Lentipur 700 rechtzeitig im Frühjahr eine Bekämpfung von Kamille, Windhalm und Vogelmiere durchgeführt werden.

Mehr über Getreideunkrautbekämpfung in der Vegetationsperiode 2012 lesen Sie in Ausgabe 5/2012.

Eine Auswahl an Herbiziden für die Anwendung bei Wintergetreide erhalten Sie hier.


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Aktualisiert am: 20.02.2012 16:26
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