„Für Sonderfälle wird es besonders schwierig“

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Mit der letzten Milchgeldabrechnung wurden die Lieferanten der Berglandmilch darüber informiert, dass mit 1. Jänner 2018 vermehrte Milchanlieferung bestraft und für eine Verringerung ein Bonus ausbezahlt wird. Wir haben mit dem Leiter des Geschäftsführungsbüros, Georg Lehner, über das Mengenstabilisierungsprogramm gesprochen.
Georg Lehner: "Die Regelung betrifft alle Milchsorten." Foto: Privat
Georg Lehner: "Die Regelung betrifft alle Milchsorten." Foto: Privat
LANDWIRT: Ihre Lieferanten wurden Anfang Dezember vergangenen Jahres mit der Info über ein Mengenstabilisierungsprogramm überrascht. Was genau sieht dieses vor?
Georg Lehner: Hintergrund ist, dass wir die Milchmenge reduzieren möchten. Das Stabilisierungsprogramm ist seit erstem Jänner wirksam. Das bedeutet: Liefert ein Landwirt mehr Milch als im Vergleich zum jeweiligen Monat im Vorjahr, bekommt er einen Abschlag von zehn Cent pro Kilogramm. Bis zu drei Prozent mehr Anlieferung ist absolut nicht schädlich. Darüber hinaus gibt es den Abschlag.

Lieferanten, die die Menge reduzieren bekommen einen Bonus.
Genau. Jedes Kilogramm Unterlieferung wird mit einem Bonus von zehn Cent honoriert. Eine Begrenzung der Lieferrücknahme von zehn Prozent soll sicherstellen, dass wir jene, die aus der Milchproduktion aussteigen, nicht fördern. Es gibt einen großen Unterschied zu Modellen, die es vor zwei Jahren gegeben hat. Damals haben Molkereien den gesamten Preis um vier Cent reduziert. In unserem Fall betrifft es nur die 103 % übersteigende Milchmenge.

Wie viele Betriebe werden Abschläge bekommen, weil sie mehr Milch anliefern als im Vorjahr?
Es ist es sehr schwer zu sagen, wie viele Betriebe es betrifft. Es wird natürlich einige geben, die mehr als drei Prozent anliefern. Viele Betriebe werden einen Bonus bekommen. Findige Bauern werden sich diesen abholen. Generell wird es sich die Waage halten.

Wie lange ist das Abschlagsprogramm aktiv?
Es ist eine Maßnahme im ersten Halbjahr und gilt bis auf Wiederruf. Gibt es entsprechende Reaktionen, wird die Lebenszeit nicht allzu lange sein.

Gibt es für Härtefälle, wie etwa Betriebe, die ihre Herde erweitert haben oder gerade einen Stall bauen, Ausnahmeregelungen?
Für Sonderfälle wird es besonders schwierig. Es haben sich bereits einige gemeldet. Bauern, die ihre Herde vergrößert haben, sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir die Grenze überschreiten. Es ist sehr schwierig, eine Trennung zwischen den Betrieben zu machen.

Das gesamte Interview lesen Sie im LANDWIRT Ausgabe 2/2018.

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Aktualisiert am: 30.12.2017 08:45
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