Fragen zur Vor-Ort-Kontrolle

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Darf ich eine Vor-Ort Kontrolle aus Zeitmangel verweigern? Wie lange muss ich meine Aufzeichnungen aufbewahren? Wir haben bei der AMA nachgefragt.
Die AMA empfiehlt, dass der Betriebsführer bei der Kontrolle aktiv dabei ist. So können offene Fragen vielfach bereits im Vorfeld mit dem Kontrollorgan geklärt werden. (Foto: Agrarfoto)
Die AMA empfiehlt, dass der Betriebsführer bei der Kontrolle aktiv dabei ist. So können offene Fragen vielfach bereits im Vorfeld mit dem Kontrollorgan geklärt werden. (Foto: Agrarfoto)
Sind die Kontrollen unangemeldet?

Nach EU-Recht sollen die Kontrollen grundsätzlich unangekündigt erfolgen. In bestimmten Fällen kann die Vor-Ort-Kontrolle aber auch angekündigt werden, wenn der Prüfzweck nicht gefährdet ist. Die Ankündigungsfrist beträgt bei flächenbezogenen Maßnahmen maximal 14 Tage und bei den tierbezogenen Maßnahmen maximal 48 Stunden.


Kann ich als Landwirt einen kurzfristig angemeldeten oder unangemeldeten Kontrolltermin absagen, weil ich einen beruflichen (Nebenerwerb) Termin habe und niemand zuhause sein kann?

Eine Kontrollverweigerung liegt vor, wenn der Antragsteller die Vor-Ort-Kontrolle trotz vereinbartem Termin unbegründet ablehnt und das Kontrollorgan vom Hof weist. Kontrollverweigerung liegt nicht vor, wenn der Prüfer unangemeldet ungelegen kommt, z.B. eine Maurerpartie arbeitet am Hof und der Landwirt hat daher keine Zeit.


Wie viele Jahre muss ich die Unterlagen (ÖPUL, CC) aufbewahren?

Aufzeichnungen und Unterlagen im Rahmen des ÖPUL 2015 sind gemäß geltender ÖPUL 2015-Sonderrichtlinie mindestens zehn Jahre, gerechnet ab Ende des Förderungsjahres, jedoch mindestens bis 31.12.2026 sicher und überprüfbar aufzubewahren (gilt entsprechend auch für die Ausgleichszulage). Die
Aufbewahrungsfrist für Cross Compliance hängt von der betroffenen Maßnahme ab, beispielsweise hinsichtlich ÖPUL zehn Jahre und hinsichtlich Direktzahlungen vier Jahre.


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Aktualisiert am: 10.05.2018 22:15

Agrarpolitik

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