Forststraßen: Gemeinsame Wege bauen

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Oft ist es sinnvoll oder gar die einzige Möglichkeit, einen gemeinsamen Weg für forstliche Bringungszwecke zu bauen. Nicht nur bei der Aufteilung der Kosten gibt es dabei mehr als eine Abzweigung.
Konfliktpotenzial hat bei gemeinsamen Wegen oft die Aufteilung der Kosten. Foto: Jäger
Konfliktpotenzial hat bei gemeinsamen Wegen oft die Aufteilung der Kosten. Foto: Jäger
Eine forstliche Bringungsgenossenschaft, eine öffentlich-rechtliche Wegegenossenschaft oder eine Weginteressentschaft. Allein was die rechtliche Grundlage betrifft, gibt es beim gemeinsamen Forststraßenbau mehrere Möglichkeiten. Harald Posch-Fahrenleitner, Rechtsreferent der Landwirtschaftskammer Steiermark, legte im Rahmen eines Seminars in der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl dar, wie sehr sich die verschiedenen Forststraßen rechtlich unterscheiden. „Genau in der Reihenfolge wird die gesetzliche Grundlage auf jeden Fall immer dünner“, erklärte der Rechtsexperte. Vorgaben zur Gründung, zur Satzung und zu vielen weiteren Rahmenbedingungen forstlicher Bringungsgenossenschaften enthält das Forstgesetz. Um sie zu gründen, bedarf es mindestens dreier Beteiligter. Die Forstbehörde hat eine Aufsichtspflicht wie auch Durchgriffsrechte. Sie kann beispielsweise für die Genossenschaft ausständige Geldbeiträge einzelner Mitglieder einfordern. Im Gegenzug dazu regeln die Belange einer Weginteressentschaft privatrechtliche Verträge. Gesetzliche Vorgaben die Satzung betreffend gibt es für diese Form der Wegegemeinschaft nicht.

Kosten gerecht aufteilen
Konfliktpotenzial birgt bei gemeinsamen Wegen die Aufteilung der Kosten. Das gilt für die Errichtung und den Bau genauso wie für die Erhaltung und die Sanierung einer Forststraße. Eine gerechte Lösung ist hier oberstes Ziel, Möglichkeiten gibt es viele.

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Aktualisiert am: 08.11.2017 18:42