Fieber beim Rind frühzeitig erkennen

Die Körpertemperatur von Rindern sagt viel über dessen Gesundheitszustand aus. Haut und Ohren zeigen an, ob Sie zum Fieberthermometer greifen sollten.
Erfahrene Tierhalter erkennen sofort, wenn sich ein Tier nicht wohlfühlt und können so ernsthafte Erkrankungen vermeiden. Foto: Förster Technik
Erfahrene Tierhalter erkennen sofort, wenn sich ein Tier nicht wohlfühlt und können so ernsthafte Erkrankungen vermeiden. Foto: Förster Technik
Die Haut eines gesunden Rindes und auch seine Ohren fühlen sich in trockenem Zustand warm an. Rinderhaltungsexperte Johann Häusler von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein sagt: "Greifen sich die Ohren oder die Körperoberfläche ungewohnt kalt an, sollte die innere Körpertemperatur kontrolliert werden." Bei einem gesunden ausgewachsenen Rind beträgt sie 38,2 bis 38,8° C und bei einem Kalb 38,8 bis 39,2° C.

Die Messung der inneren Körpertemperatur im Mastdarm ist eine effektive Methode zur Überwachung des Gesundheitszustandes von Rindern. Der Tierhalter erhält einfach und rasch eine aussagekräftige Information über die Tiergesundheit und sollte daher zumindest im Verdachtsfall (hängende Ohren, gekrümmter Rücken, Schonhaltung, aufgezogener Bauch, Ausfluss, kalte Ohren bzw. Körperoberfläche) die innere Körpertemperatur des Tieres messen.

Was die Körpertemperatur beeinflusst

Bei hoher Umgebungstemperatur, nach körperlicher Anstrengung sowie bei der Brunst findet man allgemein etwas höhere Werte für die innere Körpertemperatur. Fieber, also die Erhöhung der Körpertemperatur über das normale Maß hinaus, ist eine Abwehrreaktion des Körpers gegen eindringende Viren und andere Krankheitserreger.
Zur Unterkühlung kommt es, wenn die Körpertemperatur deutlich absinkt. Bewegungsmangel und Kreislaufschwäche können die Ursache sein. Bei niedrigen Umgebungstemperaturen, älteren Kühen oder bei Tieren mit Durchfall ist die Körpertemperatur generell niedriger.

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Aktualisiert am: 03.10.2018 11:25