FIH zieht nach erfolgreichem Jahr 2011 Bilanz

Kategorien zum Thema: Top
Die Generalversammlung der Erzeugergemeinschaft Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) in Ried stand im Zeichen der Vermarktungserfolge des abgelaufenen Geschäftsjahres. Der FIH-Obmann Hosner konnte über eindrucksvolle Umsatzanstiege berichten.
Die Töchter des Stieres Vinzenz (Vanstein x Romel) präsentierten sich sehr einheitlich. Vinzenz weist bereits interessante genomische Exterieur- und Leistungszuchtwerte auf.
Die Töchter des Stieres Vinzenz (Vanstein x Romel) präsentierten sich sehr einheitlich. Vinzenz weist bereits interessante genomische Exterieur- und Leistungszuchtwerte auf.
Obmann Hosner begrüßte eine Reihe von Ehrengästen, angeführt von Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, LK-Vizepräsident Karl Grabmayr, ZAR-Obmann Anton Wagner und AGÖF-Obmann Willi Rechberger. Der Wert der über dem FIH im Jahr 2011 vermarkteten Tiere stieg gegenüber 2010 um 51% auf knapp 20 Mio. Euro an. Diese imposante Steigerung ist auf höhere Preise für trächtige Kalbinnen und den dadurch bedingten Anstieg der Anzahl vermarkteter Tiere zurückzuführen. Vor allen die Türkei sei an Zuchtkalbinnen aus Ried interessiert. Es wurden aber auch die anderen bewährten Exportländer wie zum Beispiel Russland nicht vernachlässigt, betonte Geschäftsführer Josef Miesenberger. Über den FIH wurden in Zusammenarbeit mit den Firmen noch nie so viele Kalbinnen ausgeführt wie 2011. "Ein Exportanteil von 93% bei den Zuchtrindern ist ein Spitzenwert, der aber auch zeigt, wie wichtig der Export für die heimischen Rinderzüchter ist", so Miesenberger.

Hohe Eigenkapitalquote
Das erfolgreiche Geschäftsjahr hat sich auch auf den Jahresabschluss des FIH ausgewirkt. Das Jahr 2011 wurde für umfangreiche Renovierungsarbeiten im Versteigerungsstall genützt. Im Jahresabschluss konnte ein Gewinn von 219.360 Euro ausgewiesen werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 72,3% steht der Verband auf gesunden Beinen. Dies sei auch notwendig, damit man für Situationen mit Problemen im Export gerüstet ist, so Hosner. Die Ausbreitung des Schmallenberg-Virus in Deutschland wird derzeit mit Argusaugen beobachtet, da es bereits zu ersten Sperren für Zuchtrinderexporte kommt. Österreich ist derzeit nicht betroffen, die gute Vermarktungssituation sollte unbedingt genützt werden, unterstrich der Obmann.

Milchbauer als LK-Vizepräsident
Bei der Generalversammlung nützte der neue Vizepräsident der LK Oberösterreich, Karl Grabmayr, die Gelegenheit zur Vorstellung. Grabmayr ist selbst Milchbauer und kennt deshalb die Sorgen seiner Standeskollegen. Er sagte zu, dass man sich für die verbleibenden Jahre mit Milchkontingent bemühen wird, für Österreich in den Verhandlungen günstigere Lösungen bei der Ausgestaltung der Superabgabe zu erreichen. Agrarlandesrat Hiegelsberger bezog zur Ausrichtung der Agrarpolitik bis 2020 Stellung. Oberösterreich sei in der Milchproduktion das stärkste Bundesland und wolle dies auch bleiben. Natürlich solle es auch in der neuen Förderperiode wieder eine entsprechend dotierte Investitionsförderung geben, so Hiegelsberger. Im Rahmen der Generalversammlung erhielten die erfolgreichen Züchter der Bundesfleckviehschau Auszeichnungen. Den Besitzern der 100.000-Liter-Kühe wurden Schmuckglocken überreicht. Auch wenn in Zeiten der genomischen Selektion die Bedeutung von Nachzuchtsammlung abnimmt, sind diese eine Bestätigung über die guten Vererbungsleistungen eines Stieres. Der Vanstein - Sohn Vinzenz wurde vom Betrieb Schmalwieser, Niederthalheim, gezüchtet. Es wurden 6 Jungkühe von Vinzenz präsentiert. Die ausgestellten Töchter überzeugten in der Milchleistung bei überdurchschnittlichen Inhaltsstoffen.


Aktualisiert am: 07.03.2012 19:55
Landwirt.com Händler Landwirt.com User