Esel richtig halten

Esel sind Exoten in unseren Breitengraden. Fütterung und Haltung sind nicht dieselben wie bei Pferd oder Rind, was Eselhalter oft nicht beachten.
Esel brauchen Weide- und Stallgefährten. Auch in Sachen Fütterung haben sie andere Ansprüche als Pferd und Rind.
Esel brauchen Weide- und Stallgefährten. Auch in Sachen Fütterung haben sie andere Ansprüche als Pferd und Rind.
Ein Trockenplatz mit Sand ist ein „Muss“ bei der Eselhaltung, erklärt Erna Schmid vom Eselhof Merlin am westlichen Ende des Bodensees. Im Auslauf hat sie deswegen den Humus entfernen, dann Kies und anschließend eine Sandschicht aufschütten lassen, so dass das Wasser gut versickern kann und die Esel eine trockene und weiche Fläche haben, auf der sie sich wälzen können. Der Bereich direkt um den Stall ist überdacht und betoniert, so dass die Tiere draußen im Trockenen stehen und die Hufe abnutzen können. Der Stallboden ist mit Gummimatten ausgelegt.

Kein Pferd, keine Kuh

Beim Beobachten der Tiere wird klar: Esel sind keine Einzelgänger, sondern sehr soziale Tiere. Die Tiere gehen auch Freundschaften miteinander ein, so habe fast jede Stute ihre Freundin, von der man sie nicht trennen sollte.
Nie solle man Esel ohne Artgenossen halten. Als „Rasenmäherersatz“ oder als „Kamerad“ für das Pferd sind sie völlig ungeeignet. Für letzteres eignet sich ein Pony oder Kleinpferd besser. Das Anliegen von Erna Schmid: „Mehr Sorgfalt bei der Eselhaltung!“. Sich vor dem Kauf informieren, was es für eine artgerechte Haltung alles braucht. Dabei können Esel bis zu 40 Jahre alt werden. Bei nicht artgerechter Haltung liegt das Durchschnittalter nur bei etwa 16 Jahren.
Auch der Umgang mit den Tieren muss stimmen.

Mehr über die Haltung und Ansprüche von Eseln lesen Sie in der Ausgabe 12/2012 des "Fortschrittlichen Landwirt".


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Aktualisiert am: 05.06.2012 14:38
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